Tag 140 – Boquete
Heute wollen wir eine Kaffeetour machen, sind wir doch in einem der bekanntesten Kaffeeanbaugebieten Panamas. Wir hatten gestern Abend schon per Mail versucht eine Tour für heute morgen um 9:00 Uhr zu bekommen, aber leider gab es gestern keine Antwort mehr. Heute Morgen kam das Feedback, die Tour ist machbar, aber erst am Nachmittag – unsere Anfrage war ein bisserl zu kurzfristig. Ok, kein Problem. Also dann halt etwas später.
Die Zeit am Morgen nutzen wir für eine kleine Mopedrundfahrt in die Berge. Wir kommen an ein paar Kaffeeplantagen vorbei und fahren bis auf fast 2000 Meter zu einem Nationalpark. Leider fehlt uns die Zeit zum wandern, jedoch die Alternative auf zwei Rädern ist auch nicht schlecht.


Am Nachmittag werden wir dann von einem Kleinbus am Hotel abgeholt. Im Bus sitzen schon zwei Tirolerinnen, die in Salzburg wohnen und gerade Panama erkunden. Amy unsere Fahrerin ist auch unser Guide.
Es geht zu der Kaffeeplantage 2 Jefes (2 Chefs), die ein Amerikaner vor einigen Jahren gekauft hat ohne zu wissen, was er mit der Plantage machen soll. Da ihm irgendwann langweilig geworden ist, hat er die Plantage wieder zum Leben erweckt und viele Dinge verbessert. Ausserdem verkauft er den Kaffee direkt nach USA und auch nach Deutschland. Amy macht mit uns einen Rundgang über die Plantage und zeigt uns die Kaffeebohnen in den verschiedenen Stadien.

Danach geht es zum Rösthaus, wo es noch mehr Erklärungen gibt und wir am Ende selber Kaffee rösten dürfen.

Die Roten Kirschen enthalten den Samen, den wir als Bohnen bezeichnen und schmecken recht süss. Nach dem Trocknen kann man aus der Schale sogar Tee machen. Der heisst Cascara Tee und ist eigentlich ein Abfallprodukt. Mittlerweile ist aber recht hip und für viel Geld überall auf der Welt zu kaufen. Wir haben den auch probieren dürfen 🙂
Die Kirschen werden nach der Ernte zum Trocknen ausgelegt und nach einigen Wochen wird die Schale dann vom Samen getrennt werden. Die Samen werden dann sortiert und in Säcke abgefüllt und weiter in einem Trockenhaus gelagert. Erst nach einigen Monaten ist es dann soweit, das er versendet werden kann.

Anschliessend wird er in einer Rösterei fertig geröstet und dieser Prozess bestimmt auch die Stärke des Kaffees. Auf der Plantage wird beides gemacht, der Samen als Rohprodukt versendet und auch selbst geröstet.


Die Röstmaschine ist recht klein, aber in ca. 15 Minuten haben wir vier Kilo geröstet – das ist für das Maschinchen auch das Maximum. Zum Abschluss dürfen wir das fertige Produkt mit einem Bier begiessen :-))
Den Kaffee selbst bekommen wir als Souvenir geschenkt :-). Natürlich konnten wir zuvor auch den Kaffee testen, um die verschiedenen Geschmacksrichtungen zu riechen und zu schmecken.

Kaffeewachhund
Tag 139 – Auf nach Panama
Der letzte Tag in Costa Rica verabschiedet uns wieder einmal mit Regen. Wir sind unterwegs zur Grenze nach Panama als uns der Regen kurz vor Paso Canoas einholt.

An der Grenzstation von Costa Rica werden wir von einer deutschen Reisegruppe begrüsst. Die Gruppe macht eine 3wöchige Tour und ist mit Bus und Reiseführer unterwegs.
Die Ausreise gestaltet sich recht einfach, zum Glück sind wir wieder gut vorbereitet.
An dieser Stelle möchten wir auf die Webseite http://www.liferemotely.com/trip-shenanigans hinweisen 🙂 Hier haben wir für jeden Grenzübergang die richtigen Instruktionen bekommen … was wie wo wichtig und richtig ist. So auch in Costa Rica, wir bekommen alle Stempel und führen auch Berta wieder ordnungsgemäss aus.
An der Station von Panama geht es leider etwas länger. Wir müssen an einer Schlange hinter der Reisegruppe für die Passkontrolle und Personeneinreise anstehen.
Immer wieder drängen sich die Fahrer der LKWs aber auch andere Reisende an der Gruppe vorbei und wir kommen nicht wirklich voran. Am Ende stellt sich Ulli vorne hin und blockt die Drängler ab, während ich hinten den Platz in der Schlange halte.
So kommen wir voran und als wir dann endlich dran sind, werden wir nach einem Rückflugticket gefragt. Man darf nur nach Panama einreisen, wenn man belegen kann wie man auch wieder ausreist. Da wir auch hier vorbereitet sind :-), haben wir uns eine kostenlose Flugreservation bei einer Airline gebucht, die aussieht wie ein Flugticket und als Beleg ausreichend ist.
Jetzt muss nur noch Berta einreisen. Während die Reisegruppe Ihre Koffer aus dem Bus ausladen muss und zur Gepäckkontrolle antritt, warten wir am nächsten Schalter auf unsere Zolldokumente für das Moped. Ausserdem machen wir uns Gedanken, ob wir all unser Gepäck abladen müssen. Aber wir haben Glück nach einer halben Stunde sind die Papiere fertig und wir müssen nur eine kleine Tasche am Moped öffnen. Ein schneller Blick des Beamten und dann ein zustimmendes Nicken und wir sind durch. Zumindest fast. Es fehlt noch die Fumigation ( Desinfizieren des Mopeds), aber dann können wir wirklich fahren.
Unser Ziel heute heisst Boquete und liegt etwas östlich in den Bergen. Es gibt noch einen Stopp bei einem Schnellimbiss und dann ist es nicht mehr allzu weit bis in unser Hotel.
In Panama ist wieder der Dollar das übliche Währungsmittel nur die Münzen, die man als Rückgeld erhält sind einheimische Währung aber dem Dollar entsprechend. Am Abend laufen wir noch durch den Ort um nach etwas essbaren zu suchen und treffen auch die Reisegruppe von der Grenze wieder :-).

Tag 138 – Mangroven und viel mehr
Obwohl wir in Palmar Norte übernachten, ist unser eigentliches Ziel Sierpe.

Wir waren gestern schon kurz hier und wollten eine Mangroven Tour bei Kokopelli buchen, aber leider war niemand da. Also dann … heute der zweite Versuch.
Leider schüttet es wie aus Kübeln, aber der Shop für die Tour ist geöffnet. Die Besitzerin ist eine Deutsche, die selbst allerdings nicht anwesend ist. Eigentlich kein Wunder bei dem Wetter. Das Mädel am Empfang ruft sie kurzerhand an und gibt mir das Telefon.
Claudia empfiehlt besser bis zum nächsten Tag zu warten, da bei dem vielen Regen nicht ganz soviel Tiere zu sehen sind. Sehr nett, dass sie uns nicht beschwätzen wollte, trotzdem buchen wir die Tour, wir sind ja nur heute hier und irgendein kleines Vieh wird sich ja wohl zeigen. Es geht auf ein kleines Boot mit einer wasserdichten Plane aus Deutschland als Dach. Wir haben einmal mehr eine Privat-Tour, da sich bei dem Wetter sonst niemand raus traut.

Kaum losgefahren sehen wir schon die ersten verschiedenen Reiher. Unser Guide und Steuermann hat wirklich ein Adlerauge, immer wieder macht er langsam oder hält an und zeigt uns die verschiedensten Tiere. Wir fahren einen kleinen Fluss entlang der beidseitig von Mangroven gesäumt ist. Wir sehen Krokodile, einen Kaiman, Brüllaffen, Monos mit kleinen Babys (Affen), Aras, Geier, Eulen, Fledermäuse und sogar ein Faultier und zwei Schlangen, die an einem Baum hängen und jede Menge verschiedener bunter Vögel. Nicht zu vergessen, die vielen Leguane, die sich in den Bäumen und auf dem Boden tummeln.


Auch der Regen hört so langsam auf und je trockener es wird, umso mehr Bewegung kommt in die Tierwelt. Die Geier spannen Ihre Flügel zum Trocknen aus, die Affen springen wild durch die Bäume und die Brüllaffen werden Ihrem Namen gerecht.
Soviel Wildlive hätten wir bei diesem Wetter wirklich nicht erwartet und freuen uns umso mehr, dass wir die Tour gemacht haben.
Auf dem Rückweg halten wir noch an einem Soda an. Sodas sind kleine Küchen mit ein paar Sitzplätzen und meist nur ganz wenig Auswahl. Das hat aber den Vorteil, dass das Essen günstig und meist sehr lecker ist. „Unser Soda“ ist ein Ein-Frau-Betrieb, wo wir sehr freundlich bewirtet werden. Ihr kleiner Sohn ist ein grosser Fussballfan und steht auf Real Madrid, trotzdem freut er sich über den Bayern München Aufkleber, den wir ihm schenken.

Tag 137 – Entlang der Küste Costa Ricas
Wir sitzen bei einem netten Frühstück in der Lodge und wieder kommen 6 Aras angeflogen, um sich ebenfalls Ihr Frühstück zu holen. Die Aras sind wild aber durch die regelmässige Essensausgabe haben sie sich daran gewöhnt in der Nähe der Lodge zu bleiben.


Beim Zahlen der Rechnung mit Kreditkarte stelle ich fest, dass uns die Chefin statt Dollars nur Cordobas verrechnet hat. Das ist umgerechnet nicht mal ein Euro für den ganzen Aufenthalt . Aber ehrlich wie ich bin, weise ich Sie auf den Fehler hin. Als wir dann den Schlüssel abgeben, erklärt das sie wiederum , dass unsere Rechnung zu hoch war, weil für unser Essen 2x Steuer berechnet war. Zum Dank schenkt Sie uns auch noch zwei Souvenirs von der Lodge.

Sie macht auch noch ein Bild für Ihre Facebook Seite und dann ziehen wir los. Nicht weit von der Lodge kommen wir an eine Brücke unter der es nur so von Krokodilen wimmelt. Das ist natürlich eine Attraktion und entsprechend viele Menschen tummeln sich hier zum Cocodrilo Watching.


Weiter geht es entlang der Küste bis nach Palmar Norte fast am Ende von Costa Rica.

Hier bleiben wir wieder für zwei Nächte, da wir einen Ausflug in die Mangroven geplant haben.
Tag 136 – La Fortuna über San Jose zur Cerro Lodge
Heute machen wir den nächsten Anlauf um einen Benzinfilter für Berta zu kaufen.
Es geht zuerst von La Fortuna über die Berge, bis nach San Jose, der Hauptstadt von Costa Rica.

Die Fahrt verläuft problemlos und wir kommen wieder hoch in die Berge. Es hat sogar rechten Nebel wie bei uns im Herbst. Zum Teil ist die Sicht so beschränkt, das wir aufs Überholen verzichten müssen.

In San Jose finden wir zum Glück auch gleich die KTM Niederlassung. Der Benzinfilter ist auch da, leider nicht billig, aber wir können sogar noch einen Rabatt heraus handeln :-). Wir bekommen noch einen Kaffee aufs Haus und dann geht es weiter.

Nicht weit und wir finden ein kleines Italienisches Restaurant mit sehr leckerem Essen und super freundlichem Personal. Der Koch erklärt uns gleich, das er irgendwann auch so eine Tour wie wir machen möchte.

Gestärkt machen wir uns auf den Weg zu unserem heutigen Tagesziel, der Cerro Lodge. Die letzten 3 Kilometer sind mal wieder über Schotter aber immer noch gut fahrbar. In der Lodge angekommen werden wir gleich von Aras begrüsst und haben eine nettes Zimmer, wieder einmal direkt im Dschungel.

Das Zimmer hat zwar eine Dusche, die aber nur durch einen Vorhang von draussen getrennt ist … Natur pur eben.


Tag 134 – Vulkanwandern
Wir haben Glück, der Himmel ist blau und noch kein Regen zu sehen.
Frühstücken und dann gleich los :-). Wir haben insgesamt nur 23 km bis zum Observation Center des Vulkan Arenal vor uns.


Für die letzten paar Meter müssen wir noch eine Eintrittsgebühr für den Nationalpark bezahlen, dann kommen wir in einer grossen Lodge an. Obwohl schon die ersten Wolken kommen, haben wir immer noch einen fantastischen Ausblick.
Wir machen eine kleine Rundwanderung und kommen über einen kleinen Dschungel-Pfad zu einem Museum mit einem Seismographen. Der Vulkan wird ständig überwacht, da es immer wieder zu Ausbrüchen gekommen ist.

Auf dem Weg gibt es allerlei Vögel und Getier zu sehen, weiter geht es an einen Wasserfall vorbei bis zu einer Farm mit Rindern und Pferden. Das gesamte Areal ist super gepflegt und eine echte Oase. Auf unserem Weg sehen wir immer wieder den über 2700 Meter hohen Vulkan.

Das war heute zwar kein lebensgefährliches Abenteuer wie sonst immer, aber wunderbar entspannend und schön.
Tag 133 – La Fortuna
Wieder einmal verlassen wir den Strand und fahren in das Landesinnere. Unser Ziel heisst La Fortuna mit dem Vulkan Arenal.

Es geht zurück nach Liberia aber mangels Regen halten wir auch nicht bei McDonalds.
Wir kommen dann auf hübschen Strassen bis zum Lago Arenal. Hoch über dem See gibt es ein schönes Cafe an dem wir eine verdiente Pause machen und bei tollem Blick Kaffee und (Rüebli)Kuchen geniessen.
Danach ist es nicht mehr weit bis nach La Fortuna. Wir lassen sogar ein Deutsches Gasthaus mit Oktoberfestbier und deutschem Essen links liegen. Lauert doch auch schon wieder der nächste Wolkenbruch auf uns. Mit dem Glück der Tüchtigen schaffen wir es dann auch trocken bis ins Hotel. Später gibt es dann ein heftiges Gewitter mit gewaltigem Donner und vielen Blitzen. Aber da liegen wir schon im Whirlpool und geniessen den Abend.
Tag 130 / 132 – Strandleben
Playa Brasilito haben wir gewählt, da im benachbarten Tamarindo zu viele Touristen sein sollte. Allerdings steppt in Brasilito nicht wirklich der Bär und obwohl unser Hotel hübsch ist, ist es der Strand leider nicht.
Also kurven wir ein bisschen mit Berta um die Ecken um die Gegend zu erkunden. Am Nachmittag wagen wir einen Besuch in Tamarindo ;-). Sicherheitshalber gebe ich auch auf dem Navi schnell ein Ziel ein, allerdings nur in dem ich einen Punkt auf der Karte markiere (… ohne Brille 😉 ). Naja, eigentlich wären es nur 18 Kilometer Strasse gewesen, aber da unser Zielpunkt der falsche Strand war (… wie gesagt – keine Brille) sind wir bald wieder auf ungeteertem Terrain unterwegs und fahren insgesamt über 30 Kilometer. Unterwegs im Niemandsland hilft uns ein Einheimischer in dem er voran fährt und uns den Weg auf die richtige Strasse weist.

Playa Tamarindo ist zwar touristisch, aber nicht so überfüllt in der Nebensaison. Vor allem ist aber der Strand deutlich schöner und es gibt mehr Infrastruktur. An die ursprünglich geplanten zwei Tage in der Gegend hängen wir jetzt kurzerhand noch zwei Tage dran und ziehen auch gleich nach Tamarindo um. Wir mieten ein Apartment mit Küche um uns mal wieder selbst verpflegen zu können und auch um ein wenig Geld zu sparen.
Am Strand sitzen und lesen und dabei immer mal wieder ein Blick auf die Surfer und die die es werden wollen zu richten hat schon was. Am späteren Nachmittag regnet es mal wieder, aber das ist nicht so schlimm … wir uns schon seit Tulum daran gewöhnt. Auch die Sonnenuntergänge sind nicht zu verachten.

Nebst selber kochen, es gibt Thunfischsteak mit frischem Gemüse, können wir auch Geld holen und Wäsche waschen. Während wir in Nicaragua noch mit Colon bezahlt haben, sind es jetzt Cordoba, aber zur Not sind Dollar möglich. Costa Rica ist spürbar ein beliebtes Urlaubsziel für die USA.
Am Strand sind natürlich auch viele Verkäufer von Waren und Ausflügen. Jorge unser späterer persönlicher (älterer) Kokosnuss-Verkäufer hat sich immer wieder bei uns versucht und flirtet auch gleich mit Ulli. Da er den richtigen Schmäh hat, kaufen wir im dann auch eine Kokosnuss ab. Zuerst öffnet er sie und gibt uns einen Strohhalm zum trinken, später kommt er wieder vorbei und schält uns auch noch das Fruchtfleisch aus der Nuss. Auch warnt er uns vor einem Typen, der nicht weit von uns herumlungert. Jorge meint, wir sollen nichts liegen lassen, da der Kerl es bestimmt klauen würde.

Eigentlich hätte ich ja auch Lust auf etwas Wellenreiten für Anfänger gehabt, aber irgendwie habe ich den Moment verpasst. Allerdings werden noch einige Strände kommen und dann versuchen wir auch das.
Unser Apartment ist zwar gross, aber auch recht dunkel undgeht ausserdem über zwei Etagen. Unten ist Küche und Wohnraum, oben das Schlafzimmer. Oben heisst auch direkt unter dem Dach. Gleich in der ersten Nacht, taucht ein riesiger Falter auf, der durch das Zimmer fliegt. Sofort bekomme ich den unmissverständlichen Auftrag, das Vieh zu erlegen.
Bei einer Deckenhöhe von gut 3 Metern, dunklen Wänden und nur wenig Licht ist das eine echte Herausforderung. Eine halbe Stunde später ist der Falter zerstört und Ulli beruhigt (und auch wieder unter der Decke hervorgekrochen). Kaum wieder im Bett hören wir Geräusche aus der Holzdecke. Es fiept oder quietscht und wir hören leise Schritte im Gebälk. Vermutlich sind es Mäuse, aber es könnten auch Echsen sein. Trotz allen Gefahren überleben wir die Nächte und werden nicht mehr attackiert. Beim Frühstück kommen noch mehr Iguanas wie anderswo Hunde oder Katzen und lassen sich auch füttern

Tag 129 – Costa Rica

Heute geht es nach Costa Rica. 250 Km liegen vor uns und ziemlich in der Mitte ist der Grenzübergang Penas Blancas.
Wir fahren wieder ganz brav und gesittet wegen der vielen Polizeikontrollen, da werden wir von drei grossen Motorrädern der Rockergruppe Los Bandidos überholt. Der letzte der drei fährt noch dazu eine KTM Adventure 1190 und grüsst uns auch gleich. Die vorderen zwei checken immer die Lage und geben Zeichen nach hinten, ob man überholen kann. Das ist natürlich sehr praktisch und vermeidet unliebsamen Polizeikontakt. Also hängen wir uns kurzentschlossen hinten dran und profitieren so von der Gruppe. Die Fahrt geht recht problemlos und so kommen wir auch gut bis zur Grenze. Die Rocker haben wir zwar unterwegs dann doch verloren, treffen sie aber an der Grenze wieder. Der Grenzübertritt ging eigentlich problemlos trotz der vielen, vielen Stationen und einer unglaublichen Menge an Stempeln pro Formular, die wir überwinden mussten. Zuerst Stempel vom Zoll, dann Polizei und wieder Zoll … und täglich grüsst das Murmeltier 🙂
Aber dank Ullis gutem Spanisch und den hilfsbereiten Grenzbeamten klappt alles gut. Auch hier gibt es natürlich wieder viele ‚Helfer‘, die wir abschütteln müssen. Scheints sind diese Herren aber auch bei den Grenzbeamten nicht besonders beliebt, sonst hätten wir nicht soviel Hilfe bekommen.
Auch für einen Smalltalk mit den Bandidos reicht es noch. Der KTM Fahrer war übrigens der Präsident der Gruppe in Costa Rica. Wir tauschen uns über die Vorzüge einer KTM Adventure aus und dann geht es weiter zur Migracion von Costa Rica. Hier gibt es gleich zwei Zollstationen, die wir suchen und besuchen müssen … und wieder werden einige Kopien benötigt. An der zweiten Zollstation müssen wir auch noch eine Versicherung kaufen und dann haben wir es geschafft. Kurz vor uns sind auch zwei Mädels fertig, die mit Ihrem Beetle Cabrio aus Kanada gekommen sind. Sie haben es mit einem Grenzhelfer gemacht, den Sie gerade entlöhnt haben, als wir ankommen. Wir zeigen uns kurz die hochgereckten Daumen und dann geht es weiter.
Zum Glück haben wir noch einen vollen Tank, den jetzt kommen erstmal etliche Kilometer ohne Tankstelle. Unterwegs sehen wir auch einige Windparks mit vielen Windräder.

Wir fahren bis nach Liberia. Mittlerweile hat der nachmittäglich Regenguss begonnen … wir füttern erst Berta und dann uns an einem McDonalds mit bewaffnetem Parkeinweiser. Während der Sintflut ist auch bei MacDonalds ein trockenes und klimatisiertes Plätzchen attraktiv 🙂
Nachdem der Regen weniger geworden ist, machen wir uns an das letzte Stück bis zum Playa Brasilito. Wir haben ein kleines Hotel nicht weit vom Meer und freuen uns auf einen gemütlichen Abend gleich im Hotelrestaurant.


