Tag 22 – The Inside Passage

Riiiing, Riiiing, irgendetwas läuft schief.

Es ist 4:30 Morgens und der Wecker klingelt ganz energisch, ausschalten und noch etwas liegen bleiben. Nein, wir müssen zur Fähre, also raus aus den Federn. Blick aus dem Fenster, es regnet mal wieder. Egal die Uhr tickt, wir nehmen noch ein schnelles Frühstück, duschen, anziehen und zusammenpacken. Da wir im zweiten Stock sind, müssen wir unser ganzes Gepäck auch noch die Treppe runterschleppen, Aufzug Fehlanzeige.

Es ist schon hell draussen und auf regennasser Fahrbahn geht es zum Fährhafen. Dort angekommen, dürfen wir uns in der Schlange hinten einreihen.
Nachdem wir unsere Pässe gezeigt haben, fahren wir vor zu den anderen Motorrädern, die schon länger im Regen warten. Nach einer halben Stunde geht es dann aufs Schiff.
Sicherheitshalber nehme ich die Taschen vom Motorrad, damit die Fuhre nicht noch umkippt. Ein grosser Spanngurt wird quer über die Sitzbank gezogen, schon ist alles festgemacht. Ulli hat derweil nach unseren Plätzen geschaut.

Es gab zwar Kabinen zu buchen, aber wir hatten uns nur einen Platz in der Aurora Lounge reserviert. Das war im nach hinein ein sehr guter Entscheid. Die Lounge darf man nur mit einer Zutrittskarte betreten und liegt ganz vorne im Schiff. Hinter riesigen Panoramascheiben bekommen wir zwei Sitzplätze in der ersten Reihe.

Um 8:00 Uhr legt die Fähre dann ab. Die Inside Passage von Prince Rupert geht zwischen vielen kleinen Inseln die Küste Kanadas entlang bis Vancouver Island nach Port Hardy. Die Fahrt ist schon fast surreal. Die Fähre gleitet wie ein Raumschiff durch die engen Passagen und wir lümmeln in unseren bequemen Liegesesseln und haben einen Logenplatz. Es gibt einen Zwischenstopp in Bella Bella wo wir von zwei Weisskopfadlern begrüsst werden. Wieder unterwegs gibt es eine Durchsage, links vom Schiff wurden Orcas gesichtet. Wir können sie auch sehen, aber leider sind sie zu weit für ein gutes Foto zu machen. Weiter geht es nach Port Hardy und um ca. 23:30 landen wir dann an.

map-inside

 

Kein Regen mehr, perfekt! Das erste Mal müssen wir nachts fahren und nicht weit vom Fährhafen haben ein Zimmer reserviert.

Kommentar verfassen