Tag 216 – Yangue nach Puno/Titikakasee via Colca Canyon

Obwohl unser heutiges Ziel der Titikakasee ist, wollen wir zuvor auch noch den Colca Canyon  erkunden.  Laut den Tafeln, die den Weg säumen sind wir am Weg zum tiefsten Canyon der Welt. Na gut, wenn die Berge ringsum schon über 5000 Meter messen ist das nicht so schwer :-).

Die Gegend ist ausserdem bekannt für ihre Andenkondore, die an einem speziellen Punkt am Canyon hervorragend zu fotografieren sind. Leider nicht zu dieser Jahreszeit. Aber auch ohne Kondore soll die Gegend sehr schön sein.

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Die Strasse ist in halbwegs gutem Zustand, aber natürlich nicht durchgehend asphaltiert.
Bald kommen wir zu den ersten Baustellen und müssen uns durch einigen Schlamm wühlen um durch zu kommen.

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Aber auch das schaffen wir ohne Zwischenfälle. In einem kleinen Ort gibt es einige Souvenir-Stände an dem die Busse halten und die zahlreichen Touristen auszuspucken, die dort Krimskrams kaufen können oder sich gegen Entgelt mit Raubvögeln oder Lamas fotografieren lassen.

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Wir bleiben nur kurz und fahren auch ohne Einkäufe weiter. Es gibt immer wieder nette Miradores, die zum Fotografieren einladen. Nach und nach überholen wir die Touristenbusse und kommen schliesslich am Hauptaussichtspunkt an, wo zur richtigen Jahreszeit die Kondore aus dem Canyon aufsteigen. Nur ist es wie gesagt nicht die richtige Zeit, also kommen auch keine Vögel :-). Trotzdem ist die Gegend sehr schön und war den Abstecher allemal wert.

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Jetzt geht es wieder zurück, wir haben doch noch viele Kilometer vor uns. Auf dem Rückweg sehen wir einen Stein, der vorher definitiv noch nicht auf der Strasse lag. Da haben wir wohl Glück gehabt, das er nicht heruntergefallen ist als wir die Stelle passiert haben.

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Auch das Wetter bleibt uns hold und wir können die Landschaft in vollen Zügen geniessen.

Nach insgesamt zwei Stunden kommen wir wieder an unserer Pension Tradition de Colca vorbei und fahren gleich weiter zum fast 5000 Meter Pass vom Vortag. Auch an Imata kommen wir wieder vorbei und wie auch schon zuvor wird hier das Wetter schlechter. Es gibt einen heftigen Hagelschauer und die Strasse ist von Eiskörnern bedeckt. Zum Glück hört es bald wieder auf und wir können wieder schneller fahren.

Nicht weit vom Titicacasee zeigt unser Navi eine Abkürzung. Nach ein paar Kilometern verliert sich die Strasse und wir stehen einsam in der Pampa. Ein Pickup mit Einheimischen hält an und fragt, was wir hier suchen. Auf die Frage nach dem Weg nach Puna bekommen wir ungläubiges Kopfschütteln und die Antwort, dass es hier nicht mehr lange weitergeht. Also wieder zurück auf die Hauptstrasse und dann einen grossen Bogen Richtung Juliaca. Die Stadt ist zwar nicht klein, aber so ziemlich der hässlichste Ort den wir in ganz Peru gesehen haben.

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Die Strassen im Ort bestehen nur aus Schlaglöchern und wir sind froh Juliaca wieder hinter uns zu lassen. Nach knapp 50 Kilometern landen wir endlich in Puno, einer grösseren Stadt direkt am See. Unser Hotel sieht auch recht vernünftig aus aber der Parkplatz ist ca. 1 Kilometer entfernt. Ein Hoteldiener schwingt sich zu mir aufs Moped und weisst mir den Weg dorthin. Zumindest ist der Platz bewacht, sodass Berta ohne Sorge dort bleiben kann. 400 Kilometer sind wir heute gefahren und waren über 8 Stunden unterwegs.

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