Tag 146 / 147 – Fracht

Heute ist es soweit Berta muss zum Flughafen. Zuerst holen wir unseren Mietwagen und dann geht es in Kolonne zum Flughafen. Der Mietwagen hat einen elektronischen Panapass, also fahren wir wieder über den Corridor Sur. An der Schranke der Mautstation fahre ich einfach mit Ulli zusammen durch, bevor die Schranke wieder nach unten geht.

Unterwegs sehen wir noch einen heftigen Unfall. Ein Toter liegt auf der Strasse der Gegenfahrbahn und der Verkehr steht dort komplett über mehrere Kilometer. Wir schauen nicht genauer hin, solche Bilder kann man sich sparen. Erstaunlich war aber, das der Tote nicht einmal abgedeckt wurde.

Dank unseres Helmfunks können wir auch unterwegs kommunizieren. Da ich das Navi habe, bin ich vorgefahren, aber Ulli konnte in dem dichten Verkehr nicht immer Anschluss halten. Mit Sprechverbindung haben wir uns aber nicht verloren und sind beide gut ans Ziel gekommen. Der Notfallplan B mit dem kleinen 2.Navi musste auch nicht zum Einsatz kommen … und nein, Ullilein ist nicht mit aufgesetztem Helm im Auto gesessen 😉 Mit gespitzten Ohren und voller Lautstärke war alles gut 🙂

Bei Servi Karga angekommen, sehen wir die Ausweiskopien der beiden Amerikaner. Also sind sie unserem Rat gefolgt. Wir melden uns wie vereinbart im Büro und machen gleich wieder kehrt. Erst muss Berta verpackt werden. Wir fahren zur entsprechenden Station und treffen wieder auf Paul und Max, die Ihre Ducatis mit dem gleichen Flug verschicken.

Beide sind aber deutlich nachlässiger beim Verpacken, die Spiegel werden lediglich eingeklappt aber wird nichts demontiert. Nachdem die Maschinen gewogen wurden, machen Sie sich gleich auf den Weg zu Ihrem Flug, der schon heute geht. Sie zahlen allerdings 450 Dollar pro Kopf, dafür fliegen sie vom gleichen Flughafen wie die Mopeds.

Wir sind da etwas sorgsamer und demontieren Scheibe und Spiegel, außerdem kommt das Fahrwerk auf die leichteste Stufe, um das Motorrad so tief wie möglich spannen zu können. Wie gesagt, die Höhe sprich Volumen ist wichtiger als das Gewicht für den Flugpreis. Berta wird auf eine Palette gestellt, die vorher zusammengezimmert wurde und danach können wir unser Gepäck, die Helme und die Motorradklamotten, die Boxen und Taschen, um die Maschine herum verteilen. Alles wird mit Pappe abgedeckt und schlussendlich mit Folie umwickelt. Das hat zum einen den grossen Vorteil, dass man sofort sieht wenn jemand am Inhalt rumfummeln würde und ausserdem sieht keiner, was drinnen ist.

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Unser Gesamtgewicht beträgt 400 kg. Die Ducati Multistradas haben jeweils nur 367 kg gewogen, aber mit deutlich weniger Gepäck. Danach fahren wir wieder in das Frachtbüro und aufgrund der Abmasse werden die Kosten ermittelt. Unsere Gesamtrechnung beläuft sich dann auf 922 Dollar. Neugierig waren wir ja immer schon, also frage ich was die Amerikaner zahlen mussten. Ohne Probleme bekommen wir deren Rechnung vorgelegt. Sie zahlen pro Moped 150 Dollar mehr, da Ihr Volumen grösser war.

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Allerdings konnten Sie Servicegebühren sparen, da beide zusammen deklariert werden. Unterm Strich hat sich aber bestätigt, das mit ein bisschen Recherche sehr viel Geld gespart werden kann, wenn man sich die Zeit und Muse dafür nimmt.

Jetzt müssen wir noch zum Zoll um ein Papier abzustempeln, dann haben wir es schon geschafft. Bequem fahren im Auto wir zurück in die Stadt. Dort wollen wir nochmals Richtung Biomuseum, da es dort ein paar tolle Aussichtspunkte und guten Blick auf den Panama Kanal hat.

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Leider ist Ulli beim Einpacken von Berta böse mit dem Fuss umgeknickt und kann kaum noch gescheit laufen. Also wechseln wir als wir uns auf den Rückweg machen und ich fahre, obwohl das Auto nur auf sie angemeldet ist.

Schlussendlich wechseln wir sicherheitshalber wieder zurück, da wir bei der Hinfahrt eine Polizeikontrolle auf der Gegenfahrbahn gesehen haben. Die Polizei in Panama ist nicht lustig, das haben wir ja schon gelernt. … und prompt werden auch angehalten und müssen alle Papiere vorweisen. Glück gehabt 🙂

Am Abend besorge ich dann noch Medizin für Ullis Fuss und bin froh, dass ich es mit meinem Spanisch hinbekomme. Ok, ein Mädel hat mir dann noch etwas geholfen, da sie mein Spanisch besser verstanden hat als die Apothekerin.

Am nächsten Morgen geben wir unser Auto zurück und wieder es schüttet wieder wie Hölle, aber mit dem Regenschirm aus Mexiko bewaffnet, kommen wir auch halbwegs trocken zum Hotel zurück.

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Wir holen noch unsere Wäsche aus der Lavanderia und verbringen den Tag mit faulenzen und lesen 🙂 🙂 🙂

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