Tag 127 – von Leon über Managua nach Granada

 

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Wieder geht es weiter. Trotz ausgiebiger Reinigung am Vortag, haben wir immer noch das Gefühl das der Lavasand in jedem Winkel hängt. Die heutige Etappe führt uns zuerst nach Managua und dann weiter nach Granada.

In Managua gibt es einen KTM Händler bei dem wir einen Benzinfilter für Berta kaufen wollen. Ich hatte den Händler schon angeschrieben und er hat mir bestätigt das er das entsprechende Teil vorrätig hat.

Die gesamte Strecke beträgt nur 143 km, sodass genügend Zeit für KTM verbleiben sollte und ich den Filter vielleicht auch gleich tauschen lasse. Die Adresse von KTM Nicaragua finden wir im Händlerverzeichnis und geben den entsprechenden Standort auch im Navi ein. Das GPS arbeitet diesmal ohne Probleme, nur den Laden finden wir nicht. Am diesem Wegpunkt ist alles nur nicht KTM … und Managua ist gross.

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Wir fahren zu einem Einkaufszentrum in der Nähe und fragen dort, aber niemand kennt KTM. In einem El Pollo comida rapida essen wir zu Mittag und haben zum Glück Wifi um noch einmal zu recherchieren.

Tatsächlich finden wir einen Facebook-Eintrag mit einer Adresse, aber gänzlich woanders.  Also auf ein neues, 8km quer durch die ganze Stadt. Wir geben das neue Ziel ein und nach einiger Suche kommen wir auch endlich an.

Der Laden hat einige Mopeds im Schaufenster, aber sieht sonst eher dürftig aus. Ein Mitarbeiter spricht Englisch und wir fragen nach dem Ersatzteil. Es beginnt eine längere Suche, aber leider ohne Erfolg. Der Mitarbeiter wusste sogar von unserem E-Mailverkehr dem Chef persönlich, nur das Teil gibt es nicht. Auch unseren den Hinweis, dass die Adresse auf der KTM Website falsch ist, ernten wir nur ein Schulterzucken.

Wenigstens ruft er bei KTM in Costa Rica an und sagt uns, dass dort ein Filter vorrätig ist. Die ganze Aktion hat uns mindestens 3 Stunden gekostet, aber zumindest war der Mitarbeiter bemüht und es war ihm doch etwas peinlich, das wir umsonst gekommen sind. Den Chef haben wir nie gesehen, er wusste wohl warum.

Wieder raus aus der Stadt und weiter Richtung Granada. Wir kommen zum Glück gut voran, da nicht sehr viel Verkehr ist. Wie überall in Centro America gibt es an den Kreuzungen in grösseren Städten viele Verkäufer von Snacks und Getränken, aber auch Dienstleister, die für kleines Geld die Scheiben der Fahrzeuge während der Rotphase putzen. Auch wir bleiben nicht verschont und bekommen unsere Verkleidungsscheibe gereinigt.

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In ganz Nicaragua gibt es ständig Polizeikontrollen. Die meisten Autofahrer halten sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen und niemand fährt hier über durchgezogene Linien.

Wir bekommen sogar immer wieder ein Lichthupen-Signal vom Gegenverkehr, das uns vor der nächsten Polizeikontrolle warnt. Entsprechend brav fahren wir und kommen ohne Zwischenfall und Strafzettel in Granada in unserem Hostel an.

Die Unterkunft ist zwar einfach, aber wir haben ein grosses Zimmer mit Ventilator (!) und es gibt einen sehr schönen Garten im Innenhof.

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Diesmal können wir nicht im Hostel parken sondern müssen Berta auf einem privaten Parkhof abstellen. Die Gebühr beträgt ungefähr einen Dollar pro Tag und alles sieht sehr ordentlich und sicher aus. Der Parkplatzvermieter kopiert sogar meinen Pass, damit er das Moped auch wieder an den Richtigen herausgibt.

Beim Abstellen rutsche ich noch von der Fussraste ab und schramme mir das Schienbein auf. Das tat echt höllisch weh (armer Held!) und wenig später habe ich eine grosse Beule am Bein. Im Hostel bekomme ich einen Coolpack zum kühlen und werde  von Ulli besonders gut versorgt.

Trotz schwerer Verletzung reicht es noch für einen Rundgang durch die Altstadt und einem Besuch beim Barbier.

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