Louisiana

Tag 70 – Mississippi

Ursprünglich wären wir heute wieder mit dem Zug 17 Stunden zurückgefahren. Aber Ulli sei Dank, können wir noch etwas in der Stadt verweilen :-). Ulli hatte mich gestern damit überrascht, dass sie einen Flug zurück nach San Antonio gebucht hat der zudem erst am Abend losgeht.

Somit haben wir noch Zeit um eine Mississippi Rundfahrt auf einem Raddampfer zu machen.

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Wir hatten uns zwar nicht unbedingt vorgestellt, dass ausserhalb der Stadt die Baumwollfelder anfangen und wir den Arbeitern singend beim Pflücken zuschauen können … aber etwas idyllischer hätte es schon sein können. Die Fahrt geht hauptsächlich durch Industriegebiete und Hafenbezirke. Zumindest erzählt ein Sprecher im N’awlins Slang viel von der Stadt und der Geschichte :-).

Man kann auch gut die vielen Bezirke sehen, die nur durch Dämme geschützt einige Meter unter dem Flussspiegel liegen und der Mississippi ist wirklich riesig und beeindruckend. Das Wetter war schon während der ganzen Zeit schwül heiss bis zu unserer Abfahrt. Die Nachrichten haben während der letzten Tage vor Flashfloods gewarnt, die aufgrund heftiger Unwetter die Stadt bedrohen.
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Um zum Flughafen zu fahren, wollten wir wieder Uber nutzen. Aber die im App avisierten 33 Dollar erschienen uns dann doch zu teuer. Also fragen wir im Hotel nach einem Taxi. Anstatt des Taxis kommt aber dann ein Limo-Service mit einem grossen schwarzen SUV. Na denn, rein in den Luxusschlitten. Der Fahrer kommt aus Ägypten und erzählt auf Nachfragen auch von Katrina. Kaum losgefahren, fängt es heftig an zu regnen. War wohl doch gut in einem SUV zu fahren :-). Wir schaffen es heil, rechtzeitig und trocken bis zum Flughafen und am Ende hat die Fahrt auch nur 3 Dollar mehr wie Uber gekostet.

Zurück in San Antonio nehmen wir den Shuttle zurück ins Hotel und finden auch unsere Berta wohlbehalten vor. Unterm Strich sind wir sogar immer noch 5 Stunden früher zurück als mit dem Zug.

Tag 69 – Garden District

Heute zieht es uns in den Garden District von New Orleans,  einem wohlhabenden Quartier der Stadt mit vielen schönen Häusern mit grossen Verandas und Bäumen, so richtig Südstaaten-Stil.

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An einer Fotogalerie staunen wir durch das Schaufenster und gehen schliesslich rein um die Bilder an zu schauen. Es geht nicht lange und wir kommen mit dem Besitzer David Spielmann ins Gespräch. David macht vor allem Schwarzweiss Fotografien und hat viele Aufnahmen von den Zeiten des Hurrikan Katrina gemacht.

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Er erklärt auch, warum der Schaden damals so hoch war. Viele Teile der Stadt sind deutlich unterhalb des Meeresspiegels und nur durch Dämme geschützt. Im Laufe des Unwetters sind diese Dämme dann gebrochen und haben alles im wahrsten Sinne davon gespült. Die Leute konnten sich manchmal nur noch auf die Dächer retten, wenn die Häuser der Flut standhalten konnten. Die höheren Bereiche wie das French Quarter aber auch das Garden Viertel haben dagegen nur kleineren Schaden genommen.

Am Abend gehen wir dann in einen richtigen Jazzclub gehen. Nach etwas Recherchen finden wir den Spotted Cat Music Club in der Nähe vom French Market.

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Zu Fuss machen wir uns auf den Weg und nach einem ordentlichen Marsch finden wir die Bar. Der Club ist klein und sieht etwas verlottert aus, aber die Musik ist sehr geil. Mein Eurokane Cocktail mit drei verschiedenen Sorten Rum haut auch ordentlich rein.

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Zum Glück gibt es Taxis und wir müssen spät in der Nacht die Strecke nicht wieder zurück laufen ;-).