Peru

Tag 209 – Mit dem Zug nach Aguas Calientes

Es ist soweit 🙂 Wir fahren zum Machu Picchu!

Erst mal zumindest nach Agua Calientes, den Ort der den Zugang zu der berühmten Inkastätte bietet . Sehr früh am Morgen müssen wir aufstehen und dann bringt uns ein Taxi zur Bahnstation. Man kann leider nicht mit dem eigenen Fahrzeug nach Agua Calientes fahren, sondern muss entweder wandern oder den Zug nehmen. Da wir keine Lust auf den fünftägigen Inkatrail haben, wählen wir den Zug. Wir haben auch schon vor einiger Zeit schon reserviert, denn Machu Picchu ist ein sehr beliebtes Ziel.

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Die Zugfahrt ist sehr angenehm, aber auch ziemlich teuer. So bezahlen wir pro Kopf 150 Dollar trotz 25 Prozent Discount. Die Fahrt geht rund 4 Stunden und es gibt sogar etwas zu Essen. Gegenüber von uns sitzt ein amerikanisches Geschwisterpaar und der Bruder leidet massiv unter Kopfweh aufgrund der ungewohnten Höhe. Dabei geht es sogar noch etwas bergab, Agua Calientes ist nur noch auf 2000 Meter. Im Ort haben wir uns in einem kleinen Hostal eingemietet, damit wir am nächsten Morgen ganz früh zum Machu Picchu starten können.

Das Dorf selbst ist klein und natürlich massiv überteuert, es reihen sich Unterkünfte und Restaurants aneinander. Für zwei Cappuccinos am Hauptplatz zahlen wir unverschämte 14 Dollar. Egal, die Sonne scheint und ich genehmige mir sogar noch eine Massage, die hier zuhauf angeboten werden. Der Preis ist vernünftig und die Behandlung selbst ausgesprochen fachkundig und gut. Wir gehen früh ins Bett, da wir morgen in aller Herrgottsfrüh zum Machu Picchu wollen.

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Die Bustickets dorthin haben wir schon in Cusco gekauft, sodass wir hoffentlich nicht lange anstehen müssen.

Tag 208 – Cusco, Chiropraktik die Zweite

Morgen geht es zum Machu Picchu, so können wir den heutigen Tag noch in der Stadt verbringen. Im Internet, wo sonst, finden wir die Adresse eines Chiropraktikers, den wir aufsuchen wollen, damit ich die Behandlung fortsetzen kann. Mein Daumen ist immer noch taub und meine Schulter inklusive Arm sind noch weit davon entfernt schmerzfrei zu sein.

Mit dem Taxi geht es für fünf Soles (ungefähr 1 Euro 50) zur Praxis. Der Arzt, diesmal ein Kanadier hat Urlaub, wird aber durch einen jungen Amerikaner vertreten. Die Ausstattung der Praxis ist nicht so fortschrittlich wie in Lima. Aber egal, der Junge Doc macht seine Sache gut und renkt mir sämtliche Wirbel aus und wieder ein. Auch eine Laserbehandlung kann ich bekommen. So gestärkt mache ich noch eine Behandlung für den gleichen Abend aus.

Da auch wieder einmal Haare schneiden ansteht, geht Ulli am Nachmittag zum Frisör und ich mache mich alleine auf den Weg zum Chiropraktiker. Zuvor möchte ich auch noch zum Frisör und finde einen direkt gegenüber der Praxis. Da ich genügend Zeit habe, lasse ich mich auch rasieren, was ich besser gelassen hätte. Die Frisur geht schnell und sieht auch vernünftig aus. Nur die anschliessende Rasur ist eine Qual. Die Dame hat rechte Mühe meinen starken Bartwuchs zu bändigen und mir tut das Genick und die Schulter weh vom verdrehten Liegen auf dem Stuhl. Am Ende bekomme ich auch noch einen ordentlichen Schnitt in den Hals, der mir den Rest gibt. Das Learning: selber machen ist viel einfacher, schneller und geht mit deutlich weniger Schmerzen. Zum Glück habe ich die Chirobehandlung im Anschluss und zumindest die Nackenschmerzen werden gelindert.

Obwohl die Praxis nur auf der anderen Seite der Strasse liegt, ist der Weg dorthin nicht ganz einfach. Es hatte in der Zwischenzeit angefangen zu regnen und ich komme trotz der 20 Meter Weg ziemlich nass dort an. Regen in Südamerika hat einfach eine andere Qualität als bei uns. Wieder zurück im Hotel hat der Regen wieder aufgehört und wir können trocken zu einer kleinen Hühnchengrillstube kommen und eine leckere Stärkung zu uns nehmen.

Tag 207 – Abancay nach Cusco

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Heute startet die letzte Etappe nach Cusco unserem nächsten grösseren Ziel, wo wir einige Tage verbringen wollen. Cusco ist der Ausgangspunkt für Machu Picchu, der wohl bekanntesten Touristenattraktion in ganz Südamerika. Noch trennen uns allerdings knapp 200 Kilometer bis dorthin. Die Fahrt ist ähnlich wie schon in den letzten Tagen, wieder kommen wir auf über 4000 Meter und sehen atemberaubende Landschaften.

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Auch das Wetter bleibt uns hold und wir werden von Regen verschont. So sind wir heute nur 4 Stunden auf der Strasse bis wir unser Hotel erreicht haben. Cusco steht ganz im Zeichen des Tourismus und ist zudem auch eine der grössten Städte in ganz Peru. Das Hotel hat keinen eigenen Parkplatz, aber nicht weit gibt es einen guten und sicheren Parqueo, wo wir Berta für die nächsten Tage abstellen können. Nachdem wir unser Gepäck ins Zimmer geschafft haben, machen wir uns gleich auf die Stadt zu erkunden. Cusco liegt nur 3300 Meter hoch, sodass uns die Höhe nicht beeinträchtigt im Gegensatz zu vielen Touristen, die bequem von Lima hierher geflogen sind. Im Hotel gibt es sogar Sauerstoffversorgung für akute Fälle, die häufiger vorkommen als man denkt.

Cusco hat eine sehr nette Altstadt, die natürlich auch mit allen typischen Fastfoodketten versorgt ist. So findet sich hier von MacDonalds über KFC bis Starbucks alles was es so gibt.

Erfreulicherweise sind die entsprechenden Schilder sehr dezent gehalten, zumindest das Stadtbild bleibt so erhalten.

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Wir sind brav und halten uns vom Fastfood fern. Nicht weit vom park-ähnlichen Hauptplatz, der hauptsächlich von westlichen Touristen besucht wird, gibt es noch einen kleineren Platz auf dem der Bär steppt. Es gibt zahllose Möglichkeiten von Glücksspielen aber auch viele Volksunterhalter, die alle möglichen Shows bieten und zum Teil von über hundert Zuschauern bewundert werden.

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Weiter weg von diesen Plätzen werden die Gassen kleiner und enger, sodass wir bald Gefahr laufen uns zu verirren. Zum Glück haben wir auf dem Handy die Stadtkarte parat und finden mit dem letzten Rest des Akkus wieder zurück zum Hotel. Am Ende hilft auch der grosse Weihnachtsbaum zur Orientierung

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Tag 206 – Puquio nach Abancay

Heute ist heilig Abend, aber obwohl wir hoch in den Bergen sind ist von Schnee nichts zu sehen. Auch die Weihnachtsbäume sehen hier etwas anders aus als bei uns zu Hause, aber zumindest sind sie voll recycelt.

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Leider kann ich mich nicht erfolgreich wehren 😉 und Berta schon gar nicht und so gibt es einen Weihnachtsmannaufkleber aufs Moped bevor wir weiterfahren können.

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Haben wir gestern schon fast einen neuen Höhenrekord erreicht, so klappt das heute ganz leicht. Kurz nach Puquio geht es wieder nach oben und schon bald sind wir auf über 4500 Metern.

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Wir fahren auf einer Hochebene fast 120 Kilometer auf dieser Höhe. Obwohl uns die Höhe erstaunlich wenig ausmacht, quälen uns doch die Temperaturen. Kurz entschlossen machen wir unterwegs einen Stop und holen eine Ladung zusätzlicher warmer Klamotten aus der Tasche und auch die dicken Winterhandschuhe.

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Die zahlreichen Alpakas, die hier überall zu sehen sind, haben solche Probleme nicht.

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Nach 300 Kilometer und 5 1/2  Stunden Fahrzeit sind wir dann in Abancay gelandet, unserer letzten Station vor Cusco.

Das Hotel hat nur einen sehr kleinen Parkplatz. Wir müssen beide Koffer abmontieren um an den Autos vorbeizukommen und Berta in eine sichere Ecke stellen zu können.

Tag 205 – Ica nach Puquio, steil geht es nach oben

Am Morgen schauen wir vom Frühstücksraum im Hotel hinüber zum Mopedparkplatz. Was muss ich sehen … die zwei Parkwächterjungs sitzen abwechselnd auf Berta und posen für Fotos. Naja, solange sie nichts kaputtmachen können sie ruhig.

Als ich später das Moped hole und die Burschen frage, wie die Fotos geworden sind, schauen sie ein wenig verschämt aber irgendwelche Ausreden sind nicht zu hören.
Egal, heute geht es wieder hoch in die Berge und wir müssen Strecke machen.

Unterwegs werde ich sogar noch persönlich von Unbekannten begrüsst;-)

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300 Kilometer warten auf uns und nach der Hälfte der Strecke kommen wir nach Nasca, ein beliebtes Ausflugsziel um die riesigen Bilder anzuschauen, die in die Landschaft gemalt wurden. Gemalt ist vielleicht nicht ganz richti,g aber auf jeden Fall geben viele Touristen viel Geld aus um per Flugzeug die Bilder anzuschauen.

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Bild aus dem Internet

Wir sparen uns das und geben nur überschaubares Geld für eine Mittagsessen in Nasca aus. Danach geht es hoch in die Berge, was in diesem Fall wieder über 4000 Meter heisst.

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War es unten noch angenehm warm, sinken jetzt die Temperaturen rapide und irgendwann zieht sogar dichter Nebel auf.

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Nach 6 Stunden und 30 Minuten kommen wir dann in Puquio, einem kleinen Dorf im Peruanischen Hochland, an. Berta wird kurzerhand in einem ehemaligen Geschäft geparkt, das zum Hotel gehört.

Leider regnet es seit wir angekommen sind, so sparen wir uns auch grössere Erkundungen des Ortes. Unser Zimmer ist klein und sauber, aber ohne Heizung … aber auch da wissen wir uns zu helfen.

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Tag 204 – Lima nach Ica

Heute geht es wieder weiter. Aber bevor wir fahren, habe ich noch einen letzten Termin bei Dr. Bruce.  Wir bekommen zum Abschiednoch einige Tips für die Weiterfahrt und er ist auch überhaupt sehr begeistert von unserem Trip.

Wir kaufen auch eine Nackenrolle für einige Übungen, die ich täglich erledigen muss. Natürlich gibt es auch noch ein paar Fotos. Wir müssen uns so positionieren, dass auch das Schild seiner Praxis gut zu erkennen ist :-).

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Gerade als wir dann schon loswollen kommt ein Fakir vorbeigelaufen, den Dr. Bruce ebenfalls kennt. Der Fakir fragt, ob er für uns beten darf und schon stehen wir mit geschlossenen Augen vor dem Moped und haben beide eine Fakirhand auf dem Kopf, während er ein Gebet in Hindi aufsagt.

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Leider haben wir davon keine Bilder. Nachdem nun Körper und Geist in Ordnung gebracht sind, geht es auf nach Ica.

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300 Kilometer liegen vor uns, aber zuerst müssen wir den Moloch Lima verlassen.
Nachdem wir aus dem Zentrum entkommen sind, werden die Strassen wieder deutlich dreckiger aber zum Glück lässt auch der Verkehr ein wenig nach.

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Peruanischer Chopper

Fast schon aus der Stadt draussen, sehen wir ein kleines sauberes Cafe, wo wir ein leckeres Mittagsessen und einen sehr guten Espresso bekommen.

Danach geht es wieder durch die Sandlandschaft bis nach Ica unserem heutigen Ziel.

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Die Fahrt verläuft unaufgeregt und unser Hotel finden wir auch recht zügig. Berta schläft nicht weit von uns auf einem bewachten Parkplatz, den wir sogar vom Hotel aus einsehen können :-).

Tag 202/203 – Lima

Der Mann, der über mir steht schaut mich grimmig an, dann greift er sich meinen Kopf, zerrt mit aller Gewalt daran und versucht mir mein Genick zu brechen. Wie es zu all dem kam, aber etwas später.

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200 Kilometer trennen uns noch von Lima, der Hauptstadt Perus. Wir fahren am Meer entlang und wie auch schon zuvor zieht sich die Panamericana Norte durch eine Wüstenlandschaft.

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Unterwegs überholen wir ein englisches Paar mit einem Beiwagen. Die Beiden sind von New York hierher gefahren und wollen auch noch bis ganz nach unten.

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So nett der Beiwagen aussieht, so behindert er doch beim zügigen Überholen. Daher trennen sich unsere Wege bald wieder.

Wenig später kommen wir an die Stadtgrenze von Lima, der auch mit Abstand grössten Stadt in Peru. Der Verkehr wird immer dichter und schon bald stecken wir fest. Nur sehr mühsam kommen wir voran, auch auf der Stadtautobahn geht es nicht schneller, wir bekommen sogar von einigen Autos signalisiert, dass wir hier nicht fahren dürfen.

Generell ist der Verkehr extrem aggressiv, sogar noch mehr als in Bogota. Um jeden Meter wird gekämpft und gehupt. Nachdem wir die tatsächlich für Mopeds verbotene Schnellstrasse verlassen haben, geht es weiter – aber nicht schneller – durch verstopfte Strassen. Manchmal können wir über Bürgersteige ausweichen oder durch sonstige Tricks ein paar Meter gut machen. Dann müssen wir laut Navi wieder auf eine der Schnellstrassen. Wir sehen jetzt auch das Verbotsschild, lassen uns aber trotzdem nicht abhalten. Kaum aufgefahren werden wir auch schon von der Polizei angehalten :-).

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Da wir uns unwissend stellen, kommen wir zum Glück ohne Strafe davon, müssen aber die Carreterra gleich wieder verlassen.

Unsere Unterkunft liegt mitten im Zentrum und nach bestimmt 2 Stunden Strassenkampf in der Stadt haben wir es schliesslich geschafft und kommen in der Fussgängerzone an, wo unser kleines Bed und Breakfast liegt.

Nach einer Stärkung im direkt benachbarten Restaurant geht es dann weiter. Ulli hat eine Chiropratikerpraxis nicht allzuweit entfernt gefunden. Diesmal fahren wir aber etwas bequemer mit dem Taxi.

Die Praxis gehört Dr. Bruce, einem Amerikaner der schon lange in Peru lebt. Wir bekommen auch trotz regen Betriebes noch einen Behandlungstermin. Zuerst werde ich geröngt und dann erklärt mir Dr. Bruce, dass meine Wirbelsäule krumm und schief ist und wahrscheinlich bei dem Sturz in Ecuador ein Nerv eingeklemmt wurde.

Als nächstes werden meine Halswirbel aus- und wieder eingerenkt, was sich anfühlt als würde mir das Genick gebrochen. Dann werde ich in zahlreiche Foltermaschinen gesteckt, die meinen Körper auseinander zerren und zu guter Letzt gibt es auch noch eine Laserbehandlung mit anschliessender Massage.

Danach fühle ich mich echt besser und gleich für den nächsten Morgen habe ich den nächsten Termin vereinbart.

Am folgenden Tag machen wir dann sogar zwei Termine ab, einen am Morgen und den nächsten am späten Abend. Die Behandlung ist aufwendig, aber bringt stückweise Verbesserungen. Nur viel Zeit für Lima bleibt uns nicht. Zumindest können wir noch unserer Wäsche waschen und ein wenig den Strand von Lima anschauen.

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Tag 201 – Caraz nach Barranca, 4000 Meter in einem Rutsch

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Nach unserem Ausflug in die Berge wollen wir wieder zurück an die Küste um dann weiter bis nach Lima zu kommen. Also suche ich auf der Karte eine nette Strecke, die uns schnell zum Ziel nach Barranca führt.

Im nächsten Ort sehen wir noch einen Markt, wo Cocablätter und auch viele andere Kräuter und Gewächse verkauft werden.

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Obwohl wir eigentlich zur Küste unterwegs sind, geht der Weg immer weiter bergauf anstatt nach unten. Nach 140 km finden wir uns wieder jenseits der 4000 Meter und es ist schweinekalt.

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Also schnell noch einen weiteren Pulli und die dicken Handschuhe anziehen und weiter geht’s. Nachdem wir den höchsten Punkt überwunden haben, fahren wir in einem Rutsch 4000 Meter nach unten. Mittlerweile haben wir uns auch schon etwas angepasst, sodass die Höhe kaum noch zu schaffen macht … vor allem bergab nicht.

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Unterwegs sehen wir ein Pärchen, das wohl per Anhalter auf einem Pickup mit darf. Die Zwei frieren sicherlich noch mehr wie wir. Wir fotografieren oder filmen uns gegenseitig bevor wir überholen und von dannen ziehen.

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Ein Mittagspäuschen gibt es in einem abgerissenen Ort mit aktzeptablen Hühnchen- und Cuyangebot. Dann geht es weiter nach Barranca.

Wir konnten keine Unterkunft vorreservieren, aber haben zumindest zwei Möglichkeiten im Navi gespeichert. Nach etwas Suche im Ort finden wir dann eine geeignete Bleibe. Auch für Berta gibt es eine bewachte Unterkunft ein paar Blöcke weiter.

Kaum haben wir uns zum Ausruhen kurz hingelegt, ertönt laute Musik von der Strasse. Ein Umzug mit vielen Kindern, die Ihre Lieblingshelden aus dem Marveluniversum gebastelt haben zieht durch die Strasse, begleitet von Musik und Ihren Lehrern.

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Tag 200 – Caraz bis zum Huascarán Nationalpark / Laguna de Llanganuco

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In Caraz sind wir in einer sehr netten Finca untergebracht und haben einen tollen Ausblick auf schneebedeckte Berge. Da wir zwei Nächte hierbleiben, können wir den heutigen Tag für einen schönen Ausflug in die Berge nutzen.

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Es gibt einen Nationalpark nicht weit von Caraz, den wir besuchen wollen. Also machen wir uns wieder auf den Weg nach oben. Unwichtig zu sagen, dass die Strasse bis zu dem Park nicht asphaltiert ist, aber das hat uns ja noch nie abgehalten. So fahren wir steil die Berge nach oben Richtung Laguna. Unterwegs im nirgendwo kommt uns ein Pärchen aus Brasilien auf einer BMW entgegen.

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Sidney und seine Frau haben im Park gezeltet und sind gerade auf dem Weg nach unten. Wir tauschen Adressen aus und erzählen gegenseitig, wo wer schon gewesen ist. Sidney ist auf dem Weg nach Alaska und will Mitte nächsten Jahres dort ankommen.

Er ist gut ausgerüstet und hat sein Moped mindestens so sehr bepackt wie wir unsere Berta. Weiter geht es bergan. Nach einigen Kilometern kommen wir dann im Park und an der schönen Laguna de Llanganuco auf 3800 Meter an.

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Wir machen kurz Rast an dem See und da es auch ein paar Lamas hat, werden diese natürlich auch fotografiert. Ulli traut sich nach anfänglicher Vorsicht auch fast bis auf einen halben Meter an das geduldige Bergvieh heran.

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Danach wollen wir aber noch etwas weiter nach oben und fahren weiter bergan bis auf knapp über 4000 Meter.

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Leider schlägt das Wetter um und von viel Sonnenschein wechselt es zu Regen und dunkle Wolken künden ein Gewitter an. Wir lassen die Vernunft siegen und fahren wieder zurück, da im Hochgebirge ein heftiges Unwetter schneller als gedacht kommen kann. So drehen wir um, werfen dabei fast noch Berta in den Abgrund und kommen dann aber doch wohlbehalten wieder zurück zu unserer Finca.

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Tag 199 – Canyon de Pato

Nachdem wir uns in Trujillo etwas ausruhen konnten, geht es wieder in die Berge. Unser Ziel führt uns über den Canyon de Pato nach Caraz. Wer aufgepassst hat, weiss was Canyon de Pato heisst, es ist die Entenschlucht.

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Warum sie so heisst, entzieht sich allerdings unserer Kenntnis. Auf jeden Fall ist es eine wunderschöne Strecke, die durch eine enge Schlucht mit über 30 Tunneln führt.

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Unterwegs machen wir Rast auf freier Strecke und können unsere Pechuga (Hühnerbrust) vom vor Abend geniessen.

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Die Tunnel sind alle unbeleuchtet und überall weissen Schilder darauf hin, dass man vor jeder Kurve und jedem Tunnel Hupen soll um unliebsame Zusammenstösse zu vermeiden.

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Da die Tunnel einspurig sind, ist Hupen wirklich angesagt, da auch Schwerlaster die Strecke befahren.

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Die nächste Anschaffung für Berta wird bestimmt eine noch lautere Hupe sein, um sich besser im Verkehr durchsetzen zu können.

Nach 245 Kilometern und fünfeinhalb Stunden Fahrtzeit kommen wir dann in Caraz an. Ein kleiner Ort in den Bergen auf 2500 Metern, der ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge ist.