Ecuador

Ecuador en todo

Wir waren insgesamt 3 Wochen in Ecuador. davon 8 Tage auf den Galapagosinseln.

Insgesamt haben wir 1876 Kilometer zurückgelegt und waren dabei einige Male über 4000 Meter hoch, der höchste Punkt lag sogar bei 4157 Meter. Laut Navi sind wir 37.500 Meter bergan und 40.500 Meter bergab gefahren.

Leider gab es zwei kleinere Stürze in den Bergen als wir uns durch tiefen Sand schlagen mussten. Berta und Ulli sind heil geblieben aber, meine Schulter leidet seitdem immer noch. Insgesamt sind auch hier die Menschen sehr freundlich und das Land ist vielfältig und sehr sauber.

Die Galapagosinseln sollte man auf keinen Fall missen, wenn es einen nach Ecuador verschlägt bzw. nach Südamerika verschlägt 🙂 Die sind den Besuch definitiv wert!

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Tag 190 – Huaquillas, die letzte Etappe in Ecuador

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Jetzt beginnt unsere letzte Etappe in Ecuador. Das Ziel heisst Huaquillas und liegt direkt am Meer und auch an der Grenze zu Peru. Die vor uns liegenden 240 Km sind hauptsächlich durch bergab fahren geprägt, waren wir am Morgen noch auf 2000 Meter fahren wir jetzt bis auf Meereslevel hinunter. Zum Abschluss werden wir auch noch einmal von der Polizei kontrolliert, da wir auch über eine Distriktgrenze fahren.
Die Kontrolleure sind nett und lassen sich auch bereitwillig fotografieren.

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In Huaquillas angekommen müssen wir noch einen letzten Umweg machen da die Strasse, die an unserem Hotel vorbeiführt wegen Bauarbeiten gesperrt ist. Aber auch das schaffen wir mit ein paar Umfahrungen und kommen dann nach 4:40 Stunden im Hotel an.

Da es noch früh am Tag ist wollen wir auch noch das Meer sehen und machen uns nachdem wir unser Gepäck versorgt haben auf den Weg.
Anstatt Strände finden wir jedoch nur einen trockenen und dreckigen Hafen.

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Keine Strandcafes, die zum Verweilen einladen. Also zurück in die Stadt und in einer Heladeria bekommen wir dann ein leckeres Joghurteis.

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Gestärkt durch das Eis schlendern wir noch eine wenig durch die Stadt. Es gibt etliche Strassenverkäufer mit allen möglichen Artikeln.

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Offensichtlich ist Peru teuerer wie Ecuador. Mitten in dem Gewusel kommt dann auch der Grenzübergang, der allerdings mehr von Fussgängern als von Fahrzeugen genutzt wird.
Wir gehen zurück ins Hotel und bereiten uns auf unseren letzten Abend in Ecuador und den morgigen Grenzübertritt vor.

Tag 189 – Weihnachtskrippe in Loja

Erholt von unseren Strapazen am Vortag machen wir uns auf nach Loja, der vorletzten Station in Ecuador.

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Die Fahrt geht ohne grössere Ereignisse von statten. Wir fahren rund 4 Stunden die 214 Kilometer nach Loja und kommen zum Glück auch noch im Trockenen an.

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Nur leider hält das Wetter nicht und schon bald nach unserer Ankunft fängt es an zu regnen. Wir haben ja noch unseren Regenschirm aus Mexico und so machen wir uns auf die Suche nach etwas zu Essen und einer kleinen Stadt Erkundung.

Nicht weit vom Hotel finden wir den Hauptplatz und sehen vor der obligatorischen Kirche auch gleich ein grösseres Gedränge. Wir befinden uns in der Vorweihnachtszeit und in der Kirche ist eine riesige Krippe aufgebaut.Die Krippe ist bestimmt 20 Meter lang und stellt alle möglichen Stationen der Weihnachtsgeschichte und noch vieles mehr dar.

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Die Details sind unglaublich und müssen mit unendlich viel Aufwand geschaffen worden sein. Zumindest waren die Erbauer passionierte Modellbauer, denn etliche Figuren sind auch noch animiert. An einer Stelle fängt es sogar an zu schneien, mit Hilfe von Schaum der von der Decke rieselt. So drängen wir uns mit vielen Kindern und Erwachsenen in einem Rundkurs um die Krippe. Erstaunlich auf welche Kleinode man doch immer wieder trifft.

Tag 188 – Wandern auf 4000 Meter

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In Cuenca haben wir zwei Übernachtungen gebucht, die Stadt ist wirklich schön und noch dazu gibt es in der Nähe einen schönen Nationalpark, den wir nicht auslassen wollen.

Ohne Gepäck starten wir unsere heutige Exkursion zum Cajas Nationalpark. Cuenca liegt auf 2500 Meter, also sehr tief. Beim Verlassen der Stadt haben wir Glück, der Verkehr ist recht übersichtlich und bald finden wir uns wieder auf schönen Bergstrassen auf dem Weg nach oben.

Der Parque Nacionale ist nicht weit von Cuenca entfernt und schon nach 25 Kilometern sind wir wieder auf 3500 Metern Höhe und die Strasse nimmt kein Ende. Fünf Kilometer weiter kommen wir dann zum offiziellen Eingang des Parkes, wo auch ein Eintritt für die Durch- oder Einfahrt bezahlt werden muss, eigentlich. Wir werden aber ohne weiteres sofort durch gewunken. Prima, dann fragen wir natürlich nicht weiter und fahren zu.

Bald sind wir auf fast 4000 Meter, 3993 Meter um ganz genau zu sein. Nach weiteren 800 Meter kommen wir zu einer Station, wo man Wandertouren starten kann. Wir entscheiden uns für eine Rundwanderung um die Lagune Toreadora, die gleich hinter der Station zu sehen ist.

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Bevor wir loslaufen dürfen müssen wir uns registrieren, damit sichergestellt ist, das wir nicht unterwegs verloren gehen. Ausserdem gibt es ein Limit an erlaubten Besuchern.

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Der gesamte Trail geht über ca. 3 Kilometer, aber jeder der schon mal in den Bergen wandern war, weiss das sich mit zunehmender Höhe auch die Anstrengungen vermehren. Das heisst, eine Rundwanderung auf knapp 4000 Metern ist schwerer als gedacht. Vor allem Ulli mit ihrem Asthma kommt mächtig ins schnaufen, hält aber tapfer durch.

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Da auch die Temperaturen in der Höhe nicht mehr ganz so warm sind, wandern wir mit unseren Mopedklamotten, man muss es sich ja nicht zu einfach machen.

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Ein Buff hält auch die Ohren gut warm

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Noch erholt bevor es losgeht

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geschafft

So brauchen wir insgesamt fast 2 Stunden bis wir die Lagune und alle Anstiege rundherum überwunden haben. Zur Belohnung gibt es danach ein Mittagessen in der Rangerstation, wo wir uns bei heissem Kakao und frischer Andenforelle wieder etwas erholen können.
Zurück zu Berta werden wir von zwei Amerikanerinnen angesprochen, die auch Motorrad fahren und gerne mehr von unserer Tour wissen wollen.

Nachdem wir Auskunft gegeben haben und natürlich auch fotografiert wurden, machen wir uns wieder auf. Links geht es zurück nach Cuenca und rechts noch weiter bergauf. Gierig einen neuen Höhenrekord zu erreichen, fahren wir natürlich nach rechts.
Tatsächlich nach nur wenigen Kilometer kommen wir auf eine Passhöhe mit 4157 Metern, dem bis jetzt höchsten Punkt unserer Reise und auch dem höchsten Punkt den wir in Ecuador erreichen.

Tag 187 – Cuenca

Heute trennen uns nur 150 Kilometer vom nächsten Ziel Cuenca.

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Wie schon gestern geht es viele Meter rauf und wieder runter. Und die Landschaft macht wirklich Spass. Unterwegs wollen wir noch in Ingapirca vorbeischauen, der ‚Pony Express Station‘ der Inkas. Die Anlage ist eher klein, aber fein und wir werfen schlussendlich nur einen kurzen Blick drauf und düsen weiter. Wir sind zügig unterwegs, das heisst wir schaffen die 150 Kilometer in 2,5 Stunden bis wir in Cuenca ankommen.

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Cuenca ist die schönste Stadt, die wir in Ecuador gesehen haben. Es gibt viele alte und schöne Gebäude an denen man ersehen kann wie lange und intensiv die Spanier hier gewesen sind. Da Cuenca recht gross ist und auch entsprechend viel Verkehr herrscht, brauchen wir noch mal eine halbe Stunde bis wir in unserem Hotel angelangt sind. Wir sind wieder einmal wie so oft sehr zentral gelegen und können uns somit auch früh auf den ersten Rundgang durch die Stadt auf machen. Unweit vom Hotel gibt es ein Cafe Austria mit sehr gutem Kaffee und Leckereien. Auf Nachfrage erfahren wir das der Vorbesitzer aus Österreich kam aber mittlerweile ist es in deutsche Hände gewechselt. Es gibt viele Kirchen und schöne öffentliche Plätze.

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Wir schlendern durch die Stadt und sind auch der Suche nach einem Panamahut. Diese Hüte werden ja nicht in Panama sondern in Ecuador hergestellt. Im ersten Laden muss ich leider feststellen, dass die Hüte zwar schön sind aber nicht zu meinem Schädel passen. Also geht die Suche weiter. Später finden wir dann tatsächlich ein Geschäft, das die Hüte auch vor Ort herstellt. Das ultimative Model für mich haben wir aber leider trotzdem nicht gefunden. Man kann die Hüte zwar klein zusammen rollen, aber der Verkäufer erklärt, dass das der Form auf längere Sicht nicht zuträglich ist. Am Ende entscheiden wir uns keinen Hut zu kaufen und es bei der Erinnerung zu belassen.

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Wie überall gibt es natürlich auch etliche Strassenverkäufer, die alle möglichen Leckereien anbieten und nicht immer können wir einfach vorbei laufen.

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Tag 186 – Chunchi

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Es regnet nicht mehr und unserer Klamotten sind auch wieder einigermassen getrocknet. So machen wir uns auf Richtung Chunchi.

War die Strecke gestern sehr schön, ist sie heute so richtig spektakulär.
Von Macas auf ca. 1000 Metern schrauben wir uns wieder auf über 3500 Meter nach oben. Die Strasse ist ok, aber an manchen Stellen muss man doch aufpassen, da einige Steine vom Hang gerutscht sind oder die Strasse zum Teil weggebrochen ist.

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Die Aussicht entschädigt aber für die Mühen.

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Wir sehen sogar einen Vulcan, der noch raucht. Wir sind immer noch in der Avenida de Vulcanos. Heute fahren wir fast 5500 Meter nach oben und 4200 Meter bergab. Das alles auf einer Strecke von „nur“ 217 Kilometer.

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Chunchi selbst ist ein kleiner Ort in den Berge ohne jeglichen Tourismus. Unser Hotel hat auch schon bessere Zeiten gesehen, aber es ist sauber und die Leute sind nett und hilfsbereit … und ein Auswahl gibt es sowieso nicht ;-). Einen Parkplatz hat es zwar nicht, aber auch hier wird schnell Abhilfe geschaffen. Ein paar Meter die Strasse runter kann ich in den Flur eines Gebäudes fahren. Nachdem die Koffer abmontiert sind und ein paar Passanten geholfen haben Berta über die hohen Bordsteinkanten zu wuchten, komme ich auch rein. Im Haus wird mir dann ein ehemaliges Büro aufgeschlossen, wo Berta sicher übernachten kann.

Gleich neben dem Hotel gibt es einen Markt mit gegrillten Bananen und anderen Leckereien. Auf einem parkähnlichen Platz den es eigentlich in jeder Stadt gibt sehen wir auch schon die bunte Weihnachtsbeleuchtung.

Tag 185 – Richtung Amazonas

Heute fahren wir Richtung Amazonas, genauer gesagt nach Macas einem Ort der schon am Rande des Amazonas liegt. Der Nachteil am Amazonas um diese Jahreszeit ist das Wetter, es herrscht nämlich die Regenzeit. Vielleicht haben wir ja Glück und bleiben trocken.

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Die Route ist nicht sehr weit nur ungefähr 180 Kilometer, was meiner Schulter zu gute kommt. Liegt Baños noch auf 1800 Meter geht es nach Macas hauptsächlich bergab. Die Strecke ist kurvenreich und sehr schön und es gibt einige richtig dunkle Tunnel, die wir durchqueren müssen. Der Anfang der Strecke ist auch ausdrücklich für vollgefederte Mountainbikes ausgewiesen.

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An einer Brücke schauen wir jemanden zu, der sich mutig in eine Seil stürzt um dann unter der Brücke zu schaukeln.

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Weiter geht es bis zum nächsten Ort, wo gerade eine Parade stattfindet. Alle möglichen Einheiten von Polizei, Militär aber auch Feuerwehr marschieren auf der Strasse und werden von zahlreichen Zuschauern beklatscht.

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Nicht mehr allzu weit vor Macas kommt dann auch die Regenzeit. Was mit ein paar Tropfen beginnt, weitet sich innerhalb von wenigen Minuten in ein Inferno aus. Der Regen ist so stark, das wir nur noch langsam vorankommen. Noch viel schlimmer aber ist, das unsere Kleidung dem Regen nicht Stand hält und wir so langsam auch innen nass werden.
In Macas geht der Regen dann zurück, aber wir sind trotzdem bedient. In unserer Pension breiten wir die Klamotten zum trocknen aus und holen uns um die Ecke ein reichhaltiges Essen das auch noch fürs Nachtmahl reicht.

Tag 184 – Baños

Unsere Unterkunft Hosteria Y Spa Isla de Baños ist sehr schön. Wir haben einen Balkon und viele grosse Fenster und das Frühstück ist hervorragend. Also perfekte Bedingungen um noch einen Tag länger zu bleiben. Kurzerhand verlängern wir und nutzen das tolle Wetter um durch die Stadt zu schlendern. Baños ist wieder sehr touristisch, aber das hat den Vorteil guten Kaffee und etwas anderes Essen zu bekommen.

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Hier werden Süssigkeiten zubereitet.

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Eine der Spezialitäten hier sind auch wieder die gegrillten Meerschweinchen, die es überall zu kaufen gibt. Nur schwer können wir widerstehen ;-).

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Es gibt sogar einen Hop-On/Hop-Off Bus der uns entgegenkommt. Gerade als wir die ersten Witze über die Touristen im Bus machen, erkennen wir Amandine und Jason in der ersten Reihe auf dem Oberdeck. Wir winken uns noch zu, können aber nicht miteinander sprechen da der Bus gerade keine Hop Off Haltestelle hat. Die Beiden waren mit auf dem Boot in Galapagos Inseln und Jason sammelt Nacktbilder von sich an berühmten Aussichtsplätzen :-). Wer den Galapagos Beitrag gesehen hat, mag sich erinnern.

Nach einem leckeren Cappuccino tapern wir zurück in unsere Hosteria und legen einen administrativen Arbeitsblock ein 🙂 … muss auch mal sein.

Als später der Hunger ruft, freuen wir uns auf eine kulinarische Abwechslung und nehmen Kurs auf das Dorfzentrum. Gleich an der ersten Kreuzung treffen wir Amandine und Jason wieder, diesmal zu Fuss. Die Zwei machen sich am nächsten Tag auf die Heimreise zurück nach Denver, wo der Winter sie erwarten wird. Vorher wollen sie noch eine Runde wandern, daher verabreden wir uns für den Abend in der Thermalquelle im Ort.

Wir finden zu unserer grossen Freude ein kleines indisches Restaurant, wie schon gesagt ein wenig Abwechslung auf den Speiseplan ist auch mal wieder schön. In diesem Restaurant trinken wir auch unseren ersten Mate de Coca. Eine Tee aus Cocablättern der hervorragend gegen Höhenkrankheit vorbeugt und hilft, aber leider bei uns zuhause verboten ist … aber wir haben ja auch nicht wirkliche hohe Höhen ;-).

Unberauscht vom Coca machen wir uns auf den Weg zurück ins Hotel und arbeiten unterwegs noch unsere Einkaufsliste in Farmacia, Ferreteria, Almacen und Oficina de Correas ab.

Am Abend gehen wir zur Thermalquelle, die ein öffentliches Schwimmbecken speist. Der Eintritt kostet nur 2 Dollar, aber wir müssen auch eine Badekappe tragen. Leihen kostet 50 Cent und eine neue 1 Dollar, also leisten wir uns zwei neue hübsche Badekappen.
Die Becken im Bad dampfen vom heissen Wasser und bald sehen wir auch die zwei aus Denver. Natürlich gibt es auch noch ein paar Fotos im Bad.

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Das Bad tat meiner Schulter und meinem Arm echt gut, das sollten wir öfters machen.
Später gehen wir noch zusammen essen und dann trennen sich unserer Wege wieder. Wer weiss vielleicht kommen wir mal nach Denver, denn es gibt einige tolle Skigebiete in der Gegend.

Tag 183 – das erste Mal auf 4000 Meter oder die Suche nach der grünen Lagune

Wieder einmal geht es zeitig am Morgen los, denn wir wollen die Laguna Quilatoa hoch in den Bergen besuchen.

Wieder machen wir eine Routenplanung, die einen kleinen Rundkurs zu einem Aussichtspunkt auf der Lagune beinhaltet. Stetig geht es bergauf und bald kommen wir durch die ersten Indio-Dörfer und können die Frauen mit Ihrer Huttracht bewundern. Offensichtlich gehören die Hüte zur normalen Tagesausstattung und man sieht fast keine Frau ohne Kopfbedeckung.

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Wie nicht anders zu erwarten hört auch auf der heutigen Route die normale Strasse bald auf und wir sind wieder Offroad unterwegs. Wir bewegen uns mittlerweile schon jenseits der 3500 Meter, aber es geht weiter nach oben.

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Die Felder in den Bergen sind manchmal schon fast senkrecht angelegt.

Nur wandelt sich der Weg immer mehr in einen Pfad und wird noch dazu immer sandiger. Sand soweit oben, wer hätte das erwartet.

Mit vollem Gepäck zu zweit auf dem Moped ist das eine echte Herausforderung. Eigentlich sollte man Sand möglichst schnell fahren um sicher durchzukommen. Aber auf diesen Pfaden ist das einfach nicht mehr möglich und so kommt es wie es kommen musste.

Als der Sand besonders tief ist, lege ich Berta galant ab. Also Moped wieder hochwuchten und weiter … oder vielleicht besser doch nicht. Was in der Routenplanung als Weg gekennzeichnet war, ist nur noch ein Trampelpfad ohne sichtbares Ende.

Also lassen wir die Vernunft siegen, drehen wieder um und versuchen eine andere Strecke. Das heisst aber nicht, das es viel besser wird. Es geht zwar wieder etwas bergab, aber im nächsten tiefen Sand liegen wir dann tatsächlich mit Schwung auf der Nase. Zwar ist nichts passiert, aber der Stolz ist doch schwer verletzt. Mühsam wuchten wir Berta ein zweites Mal hoch und kämpfen uns weiter.

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Endlich kommen wir wieder auf eine normale Strasse und freuen uns auf Asphalt weiter fahren zu können. Dann schaffen wir auch die magische 4000! und kommen auf einem Pass tatsächlich auf 4010 Höhenmeter. Bald sehen wir auch die Abzweigung zu unserer Lagune und dem geplanten Aussichtspunkt. Wir verlassen das paviemento und wieder auf Schotter und Sand – aber zum Glück diesmal nicht so tief – nehmen wir die letzten Kilometer in Angriff … mutterseelenaleine auf weiter Flur …

Ulli erklärt mir, dass sie einmal dort hinfahren will, wo auch normale Busse hinkommen. Aber wir machen doch Adventure-Urlaub, da gibt es keine Busse ;-). Einige Kilometer später kommen wir endlich zu einem Tor, diesmal unbewacht. Wir fahren durch und erreichen einen Ausflugsort mit Souvenirläden und Restaurants, aber alles geschlossen und ohne eine Menschenseele.

Seltsam, aber das soll uns nicht kümmern. Wir stellen Berta ab und machen uns an einen kleinen Anstieg um endlich die Lagune zu sehen. Ein Anstieg auf 3900 Meter ist allerdings nicht ganz so einfach und wir müssen trotz der kurzen Strecke zu Fuss recht schnaufen bis wir endlich am Ziel sind. Der Ausblick entschädigt uns jedoch für die Mühen.

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Als wir wieder in den Geisterort absteigen, tauchen zwei junge Indios auf und bitten uns uns zu registrieren. Nachdem wir das gemacht haben, müssen wir auch noch Eintritt bezahlen. Naja, ist nicht viel und hilft den Leuten. Zumindest lassen die zwei sich dann auch fotografieren.

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Wir haben jetzt noch eine weite Strecke bis nach Banos vor uns, unserem nächsten Übernachtungsort. Dort wartet schon eine Masaje in unserer Hosteria 🙂

Wieder an der Abzweigung zurück bleiben wir jetzt auf Asphalt und fahren herrliche Bergstrassen. Leider fängt mein linker Arm zu schmerzen an, offensichtlich war der Sandsturz doch nicht so harmlos und Ulli kriegt eine tiefdunkelblauen Fleck unter dem Daumen.

Irgendwo unterwegs machen wir Rast und essen mal wieder Pollo. Draussen auf die Karte des Nachbarrestaurants sehen wir dann auch das erste Mal die Spezialität Ecuadors Cuy oder auf deutsch gegrilltes Meerschweinchen.

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Wir bleiben aber lieber beim Hühnchen. Frisch gestärkt geht es weiter. Im nächsten grösseren Ort kämpfen wir wieder mit der Verkehrsführung und müssen aufgrund einer gesperrten Strasse einige extra Kilometer fahren.

Insgesamt waren wir heute 8 Stunden unterwegs, haben uns 268 km durch zum Teil wirklich hartes Gelände gekämpft und sindnebenbei auch noch über 5400 Meter bergauf gefahren.

bildschirmfoto-2016-12-22-um-21-50-09Pink war geplant und Blau tatsächlich gefahren.

Endlich kommen wir in Banos an, einem bekannten Badeort in den Bergen mit vielen heissen Quellen. In unserer Unterkunft werden sogar Massagen angeboten, die wir uns nach diesem harten Tag auch wirklich verdient haben. Die Massage ist super, aber so richtig kann ich sie nicht geniessen. Mein Arm schmerzt mittlerweile recht stark und ich kaum ihn ohne Aua kaum ablegen. Vielleicht geht es ja morgen wieder besser 🙂

Tag 182 – Cotopaxi

Nach unserer Urlaubswoche geht es wieder weiter auf dem Moped und neuen Abenteuern entgegen. Wir verlassen Quito und kommen diesmal auch gut aus der Stadt heraus … man glaubt es kaum ;-). Vorher waren wir noch schnell bei KTM, um den nächsten Servicetermin im Bordcomputer eintragen zu lassen.

Unser Ziel heute ist Latacunga, vorher wollen wir noch durch den Cotopaxi Nationalpark fahren. Der Cotopaxi ist mit 5897 Metern Höhe der zweithöchste aktive Vulcan Ecuadors und liegt in der nach Humbold benannten Avenida de Vulcanos. Wir haben eine Route ausgesucht, die uns quer durch den Park bis auf eine Höhe von 4800 Meter führen soll.

Rund 50 Kilometer nach Quito biegen wir von der Hauptstrasse ab und sind schon bald wieder auf Schotterstrassen unterwegs. Das Wetter ist prima, nur der Blick auf den Vulcano bleibt uns wegen Wolken verwehrt. Immer höher fahren wir die schmale Strassen bergauf. Bald sehen wir auch die ersten Lamas, in Ulli-Sprache Flauschi-Wauschis genannt.

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Dann kommen wir endlich zum Eingang des Nationalparks. Gleich kommt das Begrüssungskomitee aus dem Wachhäuschen heraus und erklärt uns, dass die Weiterfahrt für Motorräder verboten ist.

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Unsere Enttäuschung ist gross, aber nichts hilft. Wir bekommen noch ein Händeschütteln, müssen wieder umdrehen und den ganzen Weg zurück zur Hauptstrasse fahren. So sind wir leider nur auf 3700 Meter anstatt der geplanten 4800 Meter gelandet und nix wars mit Parque Nacional.

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In grün ist die geplante Route durch den Park auf der Karte eingezeichnet und in blau unsere tatsächliche Fahrt :-(.

Die Fahrt auf der Hauptstrasse ist eher langweilig, aber zumindest kommen wir früh in unserem Hostel an und können die Unmengen an Bildern unseres Galapagos Ausflugs sortieren 🙂 .

Cotopaxi volcano view just south of Quito, Ecuador

Das wäre er gewesen. Dieses Foto konnten wir leider nicht selbst machen sondern nur im Internet kopieren.