New Mexico

Tag 62 – Underground

 

Da uns die ganze Aliengeschichte immer noch etwas spanisch vorkommt, wollen wir heute in den Untergrund verschwinden.

Nicht weit von Carlsbad gibt es den Carlsbad Caverns Nationalpark. Dieser ist im Gegensatz zu allen anderen Parks in den Staaten komplett unterirdisch. 1923 entdeckte ein 16jähriger Junge eine riesige Höhlenlandschaft mitten in der Wüste. Diese Höhlen gelten als die grössten in der westlichen Hemisphäre.DSCN6163

Mit unserem Annual Pass haben wir wieder kostenlosen Zutritt zum Park. Wir kaufen aber noch zusätzlich eine Führung, die 50 Minuten später starten soll. Das heisst, wir müssen jetzt ganz geschwind in die Höhle absteigen.

Der Eingang ist wie ein Amphitheater gestaltet in dem man jeden Abend tausende Fledermäuse sehen kann, die zur Jagd aufbrechen. Schon kurz danach gibt es kein Tageslicht mehr in der Höhle.

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Ein ordentlicher Pfad führt langsam immer weiter in die Tiefe. Die Höhle ist sehr geschickt beleuchtet, vorwiegend durch indirektes Licht. Wir laufen rund 2 km bis wir an dem Treffpunkt für die Führung ankommen. Hier gibt es auch noch Restrooms und eine kleine Cafeteria um Verpflegung zu kaufen.

Den grössten Teil der Höhle, den sogenannten Big Room darf man alleine betreten, man muss aber immer auf den Pfaden bleiben. Da wir eine Tour gebucht haben, kommen wir auch in die Bereiche, die sonst nicht zugänglich sind.
Zusammen mit rund 20 anderen Teilnehmern führt uns eine junge Rangerin durch eine faszinierende Höhlenlandschaft. Sie weiss gut über die Geschichte der Entdeckung aber auch der Entstehung der Höhle Bescheid. Es ist eine Tropfsteinhöhle mit wirklich riesigen Stalagmiten, Stalaktiten und noch zig anderen Formen.

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An einer Stelle wird das Licht abgedreht und man bekommt einen Eindruck, wie es für die ersten Forscher war die Höhle zu erkunden. Es gibt auch heute immer noch Bereiche, die unerforscht sind. Die Führung geht fast 2 Stunden. Danach wollen wir natürlich auch noch den Big Room sehen. Für den gibt es auch einen Rundwanderweg für den wir nochmals 1 ½ Stunden benötigen.

Der Big Room misst an der breitesten Stelle 1222 Meter und an der tiefsten Stelle von Boden zu Decke über 100 Meter. Mit der Zeit wurde es auch recht frisch. Den ersten Teil mit der Führung habe ich noch kurzärmlig überstanden, für den Big Room hole ich doch noch ein Hemd und eine Jacke aus dem Rucksack … Ulli läuft mittlerweile schon im dünnen Daunenjäckchen durch die Gänge. Die Temperatur in der Höhle beträgt nur 13 Grad. Die Fotos sind meist ohne Blitz gemacht, deshalb manchmal auch etwas wackelig.

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Am Ende unsrer Wanderungen sind wir froh das es sogar einen Aufzug gibt, der uns den anstrengenden Aufstieg erspart. Bei 38 Grad Aussentemperatur können wir uns rasch wieder aufwärmen.

 

Auf der Rückfahrt nach Carlsbad entgehen wir nur knapp einen Thunderstorm, der über der Wüste tobt.

Tag 61 – Alien Attack

Von Albuquerque machen wir uns auf Richtung Carlsbad, dem nächsten National Park den wir besuchen wollen. Die Strassen sind unendlich lang und schnurrgerade. 450 km durch die karge Prärie, zum Teil gibt es nur alle 150 km eine Tankstelle.

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Texas ist nicht mehr weit, was sich auch deutlich in der Aussprache der Einwohner dieser einsamen Gegend niederschlägt.

Nach einigen Stunden kommen wir in der kleinen Stadt Roswell an. Hier sehen die Leute besonders seltsam aus, besonders die Hautfarbe kommt uns komisch vor.

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Wir halten an einem Museum an, das wir besichtigen wollen. Berta bleibt vor der Tür stehen und ganz leger lassen wir auch unsere Helme auf dem Moped liegen.

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Im Museum geht es um eine UFO Landung in den 50er Jahren. Noch heute ranken sich die Gerüchte darum, ob damals Aliens und die dazugehörende Flying Saucer gefunden wurden.

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Als wir wieder zum Moped kommen, sehe ich schon das Debakel. Mein Helm liegt nicht mehr auf der Sitzbank sondern daneben auf der Strasse. Ein halbrunder Riss in der Schale sieht aus wie die Bisswunde durch ein Alien. So eine Sch… und ich fand UFOs bis jetzt immer cool.

Mit einem Aufkleber kaschiere ich zumindest die Optik und schnell machen wir uns weiter auf dem Weg bevor noch mehr Ausserirdische kommen. Noch 1 ½ Stunden durch die Prärie und wir kommen in Carlsbad an.

Tag 59-60 Albuquerque

Die nächste Etappe wickeln wir wieder auf der Interstate ab. Die Gegend bietet nicht viel neues und wir wollen lieber etwas mehr Zeit in der grössten Stadt New Mexicos verbringen … Albuquerque 🙂

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Wir bleiben für zwei Tage, so dass wir auch etwas von Albuquerque zu sehen bekommen. Es gibt ein DownTown mit schönen Lokalen und auch ein OldTown für die Touristen. Brav schauen wir beides an und sehen auch eine Frieda Carlo-Look-a-like Competition.
In Albuquerque wurde die Serie „The Breaking Bad“gedreht. Wir haben die Folgen auf unserem Macbook dabei, so dass wir immer wieder mal Kino im Motel haben ;-).

Heisenberg, der Held von Breaking Bad

Es gibt sogar eine Breaking Bad Tour, die wir uns allerdings nicht antun.DSCN6107
Viel haben wir am Ende nicht gemacht, aber es war einfach schön etwas auszuruhen, Bilder zu sortieren und ein paar Sachen in Ordnung zu bringen. Auch ein paar kleine Wartungen am Moped haben wir gemacht. Bis jetzt ist noch alles gut in Schuss, nur am Gasgriff musste ich mit Klebeband den Gaszug, der nur noch aus Kabel besteht (Ride bei Wire) etwas fixieren.

Wir machen uns auch zunehmend Gedanken um das Thema Mexiko. Wo und wann soll es über die Grenze gehen und so weiter. Allerdings wollen wir vorher noch einen Zwischenstopp in New Orleans einlegen.

Am letzten Abend finden wir noch ein echtes Insider Lokal – Rudy’s BBQ. Hier gibt es supergutes Fleisch, das nach Gewicht an einer Theke bestellt wird und man dann in einem Kisterl mit an den Tisch nimmt. Gegessen wird auf Papier dazu gibt es eine selbstgemachte Steaksauce. Sehr günstig und extrem lecker.

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Tag 58 – New Mexico

Heute geht es nach New Mexico. Erstaunlicherweise bleiben wir recht lange auf über 2000 Metern, was auch die Temperaturen erträglich hält. Mittlerweile fahren wir immer mit Camelback um genügend Flüssigkeit zu uns zu nehmen und um auch noch etwas Rückenkühlung zu bekommen (zumindest einer von uns ;-). Wir fahren abseits der Highways durch Navajo Land.

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Nach einem Pizzastop im Indianerreservat kommen wir dann in Gallup an, einer mittelgrossen Stadt in New Mexico.

DSCN6068Am Abend gibt es noch ein leckeres Steak und schon ist der Tag vorbei.