Tag 201 – Caraz nach Barranca, 4000 Meter in einem Rutsch

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Nach unserem Ausflug in die Berge wollen wir wieder zurück an die Küste um dann weiter bis nach Lima zu kommen. Also suche ich auf der Karte eine nette Strecke, die uns schnell zum Ziel nach Barranca führt.

Im nächsten Ort sehen wir noch einen Markt, wo Cocablätter und auch viele andere Kräuter und Gewächse verkauft werden.

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Obwohl wir eigentlich zur Küste unterwegs sind, geht der Weg immer weiter bergauf anstatt nach unten. Nach 140 km finden wir uns wieder jenseits der 4000 Meter und es ist schweinekalt.

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Also schnell noch einen weiteren Pulli und die dicken Handschuhe anziehen und weiter geht’s. Nachdem wir den höchsten Punkt überwunden haben, fahren wir in einem Rutsch 4000 Meter nach unten. Mittlerweile haben wir uns auch schon etwas angepasst, sodass die Höhe kaum noch zu schaffen macht … vor allem bergab nicht.

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Unterwegs sehen wir ein Pärchen, das wohl per Anhalter auf einem Pickup mit darf. Die Zwei frieren sicherlich noch mehr wie wir. Wir fotografieren oder filmen uns gegenseitig bevor wir überholen und von dannen ziehen.

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Ein Mittagspäuschen gibt es in einem abgerissenen Ort mit aktzeptablen Hühnchen- und Cuyangebot. Dann geht es weiter nach Barranca.

Wir konnten keine Unterkunft vorreservieren, aber haben zumindest zwei Möglichkeiten im Navi gespeichert. Nach etwas Suche im Ort finden wir dann eine geeignete Bleibe. Auch für Berta gibt es eine bewachte Unterkunft ein paar Blöcke weiter.

Kaum haben wir uns zum Ausruhen kurz hingelegt, ertönt laute Musik von der Strasse. Ein Umzug mit vielen Kindern, die Ihre Lieblingshelden aus dem Marveluniversum gebastelt haben zieht durch die Strasse, begleitet von Musik und Ihren Lehrern.

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Tag 200 – Caraz bis zum Huascarán Nationalpark / Laguna de Llanganuco

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In Caraz sind wir in einer sehr netten Finca untergebracht und haben einen tollen Ausblick auf schneebedeckte Berge. Da wir zwei Nächte hierbleiben, können wir den heutigen Tag für einen schönen Ausflug in die Berge nutzen.

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Es gibt einen Nationalpark nicht weit von Caraz, den wir besuchen wollen. Also machen wir uns wieder auf den Weg nach oben. Unwichtig zu sagen, dass die Strasse bis zu dem Park nicht asphaltiert ist, aber das hat uns ja noch nie abgehalten. So fahren wir steil die Berge nach oben Richtung Laguna. Unterwegs im nirgendwo kommt uns ein Pärchen aus Brasilien auf einer BMW entgegen.

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Sidney und seine Frau haben im Park gezeltet und sind gerade auf dem Weg nach unten. Wir tauschen Adressen aus und erzählen gegenseitig, wo wer schon gewesen ist. Sidney ist auf dem Weg nach Alaska und will Mitte nächsten Jahres dort ankommen.

Er ist gut ausgerüstet und hat sein Moped mindestens so sehr bepackt wie wir unsere Berta. Weiter geht es bergan. Nach einigen Kilometern kommen wir dann im Park und an der schönen Laguna de Llanganuco auf 3800 Meter an.

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Wir machen kurz Rast an dem See und da es auch ein paar Lamas hat, werden diese natürlich auch fotografiert. Ulli traut sich nach anfänglicher Vorsicht auch fast bis auf einen halben Meter an das geduldige Bergvieh heran.

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Danach wollen wir aber noch etwas weiter nach oben und fahren weiter bergan bis auf knapp über 4000 Meter.

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Leider schlägt das Wetter um und von viel Sonnenschein wechselt es zu Regen und dunkle Wolken künden ein Gewitter an. Wir lassen die Vernunft siegen und fahren wieder zurück, da im Hochgebirge ein heftiges Unwetter schneller als gedacht kommen kann. So drehen wir um, werfen dabei fast noch Berta in den Abgrund und kommen dann aber doch wohlbehalten wieder zurück zu unserer Finca.

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Tag 199 – Canyon de Pato

Nachdem wir uns in Trujillo etwas ausruhen konnten, geht es wieder in die Berge. Unser Ziel führt uns über den Canyon de Pato nach Caraz. Wer aufgepassst hat, weiss was Canyon de Pato heisst, es ist die Entenschlucht.

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Warum sie so heisst, entzieht sich allerdings unserer Kenntnis. Auf jeden Fall ist es eine wunderschöne Strecke, die durch eine enge Schlucht mit über 30 Tunneln führt.

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Unterwegs machen wir Rast auf freier Strecke und können unsere Pechuga (Hühnerbrust) vom vor Abend geniessen.

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Die Tunnel sind alle unbeleuchtet und überall weissen Schilder darauf hin, dass man vor jeder Kurve und jedem Tunnel Hupen soll um unliebsame Zusammenstösse zu vermeiden.

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Da die Tunnel einspurig sind, ist Hupen wirklich angesagt, da auch Schwerlaster die Strecke befahren.

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Die nächste Anschaffung für Berta wird bestimmt eine noch lautere Hupe sein, um sich besser im Verkehr durchsetzen zu können.

Nach 245 Kilometern und fünfeinhalb Stunden Fahrtzeit kommen wir dann in Caraz an. Ein kleiner Ort in den Bergen auf 2500 Metern, der ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge ist.

Tag 198 – Chan Chan in Trujillo

In Trujillo gibt es eine bekannte Ausgrabungsstätte, die wir besuchen wollen und wir bleiben daher 2 Tage. Es handelt sich aber nicht um einen Inka-Stätte, sondern die Indios hiessen hier Chimu. Die Chimu ware bis zum 8 Jahrhundert aktiv bis sie von den Inkas überfallen und besiegt worden sind.

Chan Chan heisst der Ort in dem sie gelebt haben und die Anlage ist noch recht gut erhalten. So fahren wir gleich am morgen zum nahe gelegenen Chan Chan und buchen auch eine englisch-sprachige Führerin. Aufgrund ihres eher schwierigem Englisch ist die Dame leider nur schwer zu verstehen. Trotz allem ist der Ort interessant anzusehen und wir können doch wieder einige nette Fotos machen.

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Nach der Ausgrabung gehen wir auch noch in das zugehörige Museum um uns weiter schlau zu machen.

Dann ist auch schon wieder Schluss mit Kultur und wir fahren zu einem kleinen Restaurant um Mittag zu essen. Dort gibt es wie in ganz Peru IncaKola und obwohl die Farbe eher abschreckend wirkt, schmeckt sie doch recht lecker.

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Danach fahren wir in eine Mall, die wie eine andere Welt wirkt.

Alles ist sehr modern und die Geschäfte entsprechen durchaus westlichen Standard. So ist es schön mal wieder einen guten Cappuccino mit einem leckeren Brownie zu geniessen. Auch eine gut bestückte Farmacia gibt es, wo wir eine neue Salbe und Tabletten für meine lädierte Schulter kaufen können.

Am Abend gehen wir in ein Steakhaus, heisst hier Parrilla. Wir bekommen eine Riesenportion Pechuga de Pollo, die wir beim besten Willen nicht schaffen. Aber zum Glück ist es keine Problem die Hälfte der Portion mit nach Hause zu nehmen. So haben wir auch gleich eine Wegzehrung für den nächsten Tag.

Tag 197 – Cajamarca nach Trujillo

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Gestärkt durch das Thermalbad von gestern Abend wagen wir uns wieder an eine grössere Etappe und wollen bis nach Trujillo fahren.

Wir machen noch eine kleine Runde durch Cajamarca und fahren dann ein Stück auf der Strecke von gestern retour. Also erst nochmals hoch auf 3000 Meter und dann wieder runter. Da wir aber nicht die komplett gleiche Strecke bis ans Meer fahren wollen, biegen wir bald auf eine Alternativstrecke ab, die es in sich hat. Anfangs ist noch alles asphaltiert, wir kurven wunderschöne Bergstrassen hoch und runter bis sich der Belag wieder in Schotter wandelt.

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Wir fahren auf atemberaubenden Strässchen direkt am Abgrund durch die Pampa. In einem kleinen Dorf kommen die Kinder gerade von der Schule und präsentieren stolz Ihre Weihnachtsbasteleien.

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Als wir schon glauben, dass der Schotter gar kein Ende nimmt, kommen wir wieder ins Flachland und damit auch wieder auf normale Strassen. Nach fast 7 Stunden landen wir dann in Trujillo und finden auch bald unsere Unterkunft. Die Stadt gleicht den anderen grösseren Städten durch die wir bereits gekommen sind.

Nur sind wir in einem eher nobleren Stadtteil untergekommen. Da die Zimmervermieter Mitleid mit uns haben, bekommen wir ein Zimmer direkt im Erdgeschoss neben der Garage und sogar mit Verbindungstür, damit wir jederzeit Zugang zu Berta haben.

Am Abend suchen wir ein Restaurant und finden ein richtiges Gourmet-Restaurant für das wir massiv underdressed sind. Das stört aber niemanden und so können wir ein perfektes Abendessen geniessen :-).

Tag 196 – Cajamarca & Baños del Inca

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Heute gibt es wieder eine etwas längere Passage und wir fahren rund 270 Kilometer in die Berge nach Cajamarca. Wir verlassen so langsam die Wüste und fahren in immer höherer Regionen. Auch die Farben wechseln von Sandbeige in Grün.
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Ich möchte auch ein paar Filmaufnahmen machen und montiere meine Gopro während des Fahrens auf den Helm. Keine gute Idee, als ich meinen Helm aufklappe, fliegt die Kamera bei voller Fahrt auf die Strasse. Natürlich geht das Gehäuse auf und das Objektiv hat einen fetten Kratzer mittendrin.  Präventiv schimpfe ich auch mit Ulli, aber der Fehler lag bei mir. So ein Elend, aber selber schuld.

Wir kommen an einen Stausee vorbei und irgendwo im Nirgendwo halten wir an einem Restaurant, an dem auch ein paar LKW stehen.
Es gibt irgendwie nur Pato, das ist Ente wie wir später feststellen. Unsere Ente ist sicher an Altersschwäche gestorben und schmeckt auch so. Vorsichtshalber essen wir nur den Reis und das Gemüse 🙂 … aber unser Wortschatz ist dafür ein Wort reicher.

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Alternative hätte es wahrscheinlich noch Cuy gegeben, was auch nicht viel besser ist.

Ein Problem mit dem wir uns konfrontiert sehen, ist das sich viele Wörter gewandelt haben und wir Mühe haben die Speisekarte zu verstehen. Ähnlich der sprachlichen Unterschiede zwischen Österreich, Deutschland und Schweiz … wir stehen beinahe wieder am Anfang – zumindest kulinarisch.

Immer höher fahren wir und kurz vor Cajamarca überschreiten wir 3000 Meter.

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Zum Ort selbst geht es wieder etwas bergab und wir landen auf 2700 Meter in unserem Hostal.
Es ist noch Nachmittag und wir wollen eine kleine Exkursion nach Banjos del Inca machen, einem alten Bad mit Thermalquellen, die schon die Inkas genutzt hatten.

Da mein Arm immer noch viele Schmerzen macht, lassen wir Berta stehen und schauen uns nach einer Alternative um. Im Hotel erfahren wir, das direkt an der Ecke nebenan die Collectivos halten und dies die günstigste Möglichkeit ist nach Banjos del Inca zu kommen.

Collectivos sind Kleinbusse, die einen Fahrer und einen Aufsammler haben. Der Aufsammler hängt in der Regel aus dem Fenster und ruft jedem auf der Strasse zu, wohin die Fahrt geht. Immer wenn jemand mitfahren will, wird angehalten und aufgeladen. Ziel ist es natürlich, den Bus so voll wie möglich zu bekommen. Gibt es keinen Sitzplatz mehr, wird halt gestanden. Kurz vor dem Aussteigen bezahlt man dann 0.80 Soles / Person und alle sind glücklich. Das System ist sehr flexibel. Man kann überall zusteigen und ist auf keine Bushaltestelle angewiesen.

Der Aufsammler Kassiert auch und sagt uns als wir in Baños an der richtigen Ecke angekommen sind und natürlich entrichten auch wir unseren Obulus. Jetzt stehen wir im Ort und sehen aber kein Bad. Mutig fragen wir im nächsten Geschäft nach und bekommen auch gleich den Weg gewiesen.

Nicht weit und wir sind bei den Posas angekommen. Zum Glück ist auch bis lange in die Nacht geöffnet. Es gibt verschiedene Optionen und wir wählen ein Privat Bad (Poza Termale) mit einer Massage hintendrein.

Jetzt gilt es den richtigen Platz in der weitreichenden Anlage zu finden. Mühsam kämpfen wir uns durch und finden schliesslich die Massage-Hütte und können einen Termin abmachen. Dann suchen wir das Bad, viel fragen hilft viel und so finden wir auch diesen Platz.

In einem länglichen Gebäude sind viele Baderäume untergebracht, in dem dann ganze Familien zusammen in das Becken steigen. Nach jedem Besuch wird alles geschruppt und die Poza ist parat für den Nächsten.

Im Raum gibt es ein grosses Becken, dass mit heissem Thermalwasser gefüllt ist. Das Wasser kommt aus einer Quelle, daher spielt Energie keine Rolle. Das Becken ist wirklich ausreichend für eine Familie und da wir ja nur zu zweit sind, haben wir so richtig viel Platz.

Draussen an die Tür wird die Startzeit aufgeschrieben und nach 30 Minuten soll man wieder rausgehen. Wir schaffen nur 20 Minuten, das Wasser ist wirklich heiss, aber tut auch meiner Schulter gut.

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Danach gibt es noch die Massage, die leider ein wenig hektisch ausfällt, da die Masseurin alles in 30 Minuten schaffen muss.

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Egal dafür war es auch sehr günstig. Entspannt verlassen wir die Anlage und an der Strasse hält auch gleich das nächste Colectivo für die Fahrt zurück nach Cajamarca.

Tag 195 – Peru das Wüstenland

Unser Weltbild gerät ein wenig ins Wanken. Immer wenn wir irgendwo Peru gehört haben, kamen Bilder von Lamas, hohen Bergen, Inkafestungen und ähnliches in unsere Köpfe. Das Peru, das wir bis jetzt vorfinden ist Wüste und könnte genauso in Nordafrika sein.

Die heutige Etappe führt uns nach Chiclayo und wir fahren alleine auf einem endlosen Asphaltband durch die Wüste. Unterwegs halten wir an,, um eine paar Bilder zu machen und scheuen keinen Aufwand für eine ordentliche Dokumentation.

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Nach 215 Kilometer kommen wir nach Chiclayo, einer Stadt nicht unähnlich Piura.

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Wir bekommen vom Hotel eine nette Empfehlung für ein sehr traditionelles Restaurant. Nach zwei Kilometern Fussweg finden wir das Lokal und stellen fest, das es den Weg allemal Wert war.

Mitten in der Stadt mit all den kleinen Buden und Strassenverkäufern, finden wir ein Kaufhaus namens Ripley. Offensichtlich eine amerikanischen Kette. Auf jeden Fall ist das ein Zeitsprung in die Moderne. Alle Waren könnten genauso bei uns verkauft werden, ob Mode oder Elektronik. Natürlich schlendern wir hier durch, ab und zu macht das auch Spass.

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Tag 194 – Piura

Wir müssen weiter, es hilft alles nichts 🙂 … liegen doch noch einige Kilometer vor uns. Da ich nicht so fit bin, wählen wir heute eine kürzere Etappe und machen Halt in Piura.

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Erstaunlicherweise ist die Strecke immer noch nahe beim Meer und es ist nichts zu sehen ausser Wüste und Steine.

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Die Strassen laufen schnurgerade und das Fahren ist eher langweilig.
Zum Glück haben wir ein Hörbuch auf dem Handy und können das mit unserem Helmfunk beim Gahren hören.

Piura ist eine recht grosse Stadt aber absolut nicht touristisch. Das gefällt uns nach Mancora, wo sich viele Backpacker aus aller Herren Ländern getummelt haben, auch mal wieder.

Vom Hotel zum Parkplatz ist es zwar nicht weit, aber aufgrund der Einbahnstrassen ist aber eine grössere Runde notwendig. Um es einfacher zu machen, steigt gleich jemand vom Hotel auf den Sozius und lotst mich durch die Stadt.

Da es noch Nachmittag ist, können wir ein wenig durch die Stadt schlendern und leisten uns mal wieder etwas Leckeres zusammen mit einem Cafe Pasado.
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Tag 192 bis 193 – Mancora

Gleich am Morgen verlängern wir unsere Unterkunft für noch einen weiteren Tag. In der Sonne liegen und lesen oder in der den Wellen planschen ist doch auch nicht schlecht.
Es gibt etliche Kite und Wellenreitschulen und es macht mich ja wirklich an eines von beiden zu erproben.

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Leider sagen meine Schulter und mein linker Arm nein dazu. Trotz diverser Tabletten und Salben ist es noch nicht besser, dazu fängt auch der Daumen an taub zu werden.
Also nichts ist mit surfen, stattdessen liegen wir am Strand und lesen und ich lasse mich massieren. Ist ja auch nicht schlecht.

img_0059img_0058Die Plauze sieht nur so aus und ist auch schon wieder weg 😉

Es gibt guten Kaffee im Ort und auch das Essen ist sehr lecker. Unser Frühstück im Hotel schmeckt auch sehr gut, nur der Kaffee ist seltsam. In Peru trinkt man Cafe pasado, heisst soviel wie Kaffee der Vergangenheit. Cafe pasado ist ein kaltes Konzentrat, das mit heissem Wasser aufgegossen wird. Mit der Zeit gewöhnt man sich dran und zum Glück gibt es auch in Peru in den Touristenregionen richtige Espressomaschinen mit ordentlichem Kaffee.

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Im rechten Kännchen ist das Konzentrat und links die Milch

Tag 191 – Grenze Hin und Her

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Auf geht’s bis zur Grenze 🙂 Den Übergang direkt im Ort vermeiden wir und fahren lieber auf die Umfahrungsstrasse zu einem neuen Grenzübergang, der eine schnellere Abfertigung verspricht. Es gibt sogenannte binationale Übergänge, sodass man an einer Station die Formalitäten für die Personenmigration für beide Länder abwickeln kann. Nur Berta soll vorher separat zum Zoll.

Ok … die Infos, die wir gefunden haben, sind schon 2-3 Jahre alt und wir können kein gelb-blaues Zollgebäude sehen, dass auf der Ecuador-Seite liegt. Also auf nach Peru. Wir lassen die Grenzstation von Ecuador hinter uns und fahren fröhlich weiter.

Bei der Einfahrt in die Grenzanlage werden wir von einem Offiziellen aufgehalten, der uns fragt, ob wir das Motorrad in Ecuador ausgeführt haben. Haben wir natürlich nicht, von wegen nix blau-gelbes gefunden und binational.

Die Ausfuhr muss jedoch in Ecuador gemacht werden, allerdings nicht mehr in gelb-blau sonder im binationalen Teil … . Also fahren wir durch die gesamte Anlage, grüssen auch den Wächter am Ende der Peruanischen Grenzanlage und düsen wieder zurück nach Ecuador.

Das Ausführen geht problemlos und kostet auch nicht sehr viel Zeit. Also noch einmal nach Peru. Zwischen den zwei Grenzstationen liegt ungefähr 2 Kilometer Niemandsland. Wir grüssen den Einfahrtswächter und sagen ihm, das wir Berta jetzt ausgeführt haben. Er grinst und zeigt uns den Weg zu der Passstation.

Moped abgestellt und in eine lange Schlange bei der Binationalen Passstation angestellt. Dann passiert nichts mehr, wir warten aber die Schlange bewegt sich nicht. Irgendwann gibt es dann helle Aufregung und die Schlange löst sich blitzartig auf und alle stürmen nach draussen. Auf Nachfrage erklärt man uns das Binational zur Zeit nicht funktioniert, da die Netzwerkverbindung nach Ecuador nicht geht. Wir müssen zurück nach Ecuador um den Ausreisestempel zu erhalten.

Schnell aufs Moped und raus aus der Anlage, den Wächter wieder gegrüsst und hurtig nach Ecuador. Wir sind die Ersten und kommen sogar noch vor den Grenzbeamten an, die auch von der Peruanischen Seite nach Ecuador mussten. Nachdem sie sich eingerichtet haben werden wir zuerst abgewickelt. Nach und nach sind auch die anderen Personen aus der Schlange eingetrudelt, je nach dem wie schnell sie ein Taxi oder einen Bus bekommen haben oder auch selbst zurück gefahren sind.

Wieder nach Peru. Der Einfahrtswächter lacht als er uns sieht und winkt uns zu. Wir parken am gleichen Platz wie zuvor irgendwo in der Mitte der Anlage. Wieder laufen wir schnellen Schrittes zur Personenmigration, um den Vorsprung vor der Schlange zu sichern und werden auch gleich in Peru registriert. Jupiduu … Ulli und Gerhard sind offiziell eingereist …  jetzt suchen wir noch den Zoll für die Einfuhr von Berta. Nach Suchen und Fragen werden wir dann zurück an den Eingang der Anlage geführt, da in diesem Gebäude der Zoll untergebracht ist. Die Einfuhr geht relaxt vonstatten, bis der Zöllner auch noch Berta sehen will. Die steht weiter weg, also soll ich sie herfahren. Gut, die ganze Anlage ist Einbahnstrasse, aber wir sind ja in Südamerika, da wird man das nicht so eng sehen. Tut man aber doch.

Kaum losgefahren ertönen schon Trillerpfeifen und ein aufgeregter Polizist stellt sich mir in den Weg. Die Erklärung, dass der Chef des Zoll das Moped sehen möchte, hilft auch nicht. War zwar nicht der Chef, tönt aber besser. Ich bin auch nur noch 30 Meter vom Zollgebäude weg. Der Polizist bleibt stur, Einbahn ist Einbahn und der Weg führt aus der Anlage raus, aussen rum und wieder einfahren. Zum Glück gibt es keine Strafe. Der Ausfahrtswächter lacht und grüsst und auch der Einfahrtwächter winkt und zeigt belustigt 4 Finger für den vierten Versuch.

Der Zöllner wirft nur einen schnellen Blick auf Berta und ist schon zufrieden. Ich warte draussen während Ulli drinnen die Papiere fertig macht. Da kommt eine Yamaha XT500 angefahren und hält nicht weit von mir. Das Moped ist aus Kolumbien und ich unterhalte mich ein wenig mit dem Fahrer.

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Er ist auf dem Weg zu Dakar, der bekannten Rallye, die von Paraguay über Bolivien bis Argentinien geht. Wir unterhalten uns noch ein wenig über sein Moped, habe ich doch auch noch zwei von den Oldtimern zuhause stehen.

Dann kommt Ulli und wir haben endlich alle Formalitäten erledigt und können so nach knapp zwei Stunden weiterfahren.

Bis nach Mancora sind es noch 160 Kilometer und wir fahren eine schöne Strecke direkt am Meer entlang. Unsere Unterkunft ist etwas ausserhalb des Ortes aber dafür umso schöner. Wir haben eine eigene kleine Hütte mit Badezimmer ohne Dach und freien Blick auf den Himmel. Es gibt sogar einen Pool und alles ist sehr liebevoll eingerichtet.

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Der erste Weg führt uns dann natürlich zu Strand. Hier hat es Bars und Restaurants, tollen Strand und Wellen. Was will man mehr.

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