Tag 227 – San Pedro de Atacama

Lange ist es her, seitdem wir den letzten Beitrag geschrieben haben und natürlich ist auch einiges in der Zwischenzeit passiert. Dies wollen wir dem geneigten Leser keinesfalls vorenthalten, daher geht es jetzt auch weiter :-).

Unser Abstecher nach Argentinien ist erst einmal nur kurz, da wir heute das Land schon wieder verlassen werden. Aber keine Sorge, wir werden etwas später noch einige Zeit im Land der Gauchos und Tangotänzer verbringen.

Wir starten recht früh, da wir über die nächste Grenze nach Chile einreisen wollen. Als erstes brauchen wir Benzin, denn der Tank ist nach dem gestrigen Ritt noch immer trocken. Die nächste und einzige Tankstelle sollte laut Navi eigentlich ein Kilometer weiter die Strasse runter sein. In unserer Herberge erfahren wir aber, das dort im Moment die Tanks ebenfalls leer sind. Im Ort ist aber noch eine Tankmöglichkeit in Susques, die meistens Benzin hat. Auweia … hoffentlich ist meistens auch heute.

Wir fahren 2 Kilometer zurück ins Dorf und nachdem wir den Ort zweimal durchquert haben, finden wir die Tankstelle. So richtig nach Tankstelle sieht es unserer Meinung nach zwar nicht aus, aber sie funktioniert und wir können mit vollem Tank und viel besserem Sicherheitsgefühl starten. Bleibt nur die Frage, ob die Spritqualität auch gut genug für Berta ist. Zum Glück können wir per Bordcomputer die Versorgung auf weniger als 86 Oktan umschalten und unsere KTM macht keine Zicken.

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Bis zur Grenze nach Chile sind es 121 Kilometer, die wir auch recht locker in 1 Stunde 15 Minuten schaffen. Direkt vor dem Übergang finden wir eine hochmoderne Tankstelle mit Tankstellenshop und – man glaubt es kaum – sogar einer Espressomaschine. Freude herrscht!! 🙂 !!

Nachdem wir nochmals getankt haben, gönnen wir uns einen leckeren Cappuccino und zwei Medialunas, die es im Promo-Paket dazu gab. Auf einem Plakat haben wir Medialuna gelesen, wussten aber nicht, was mit dem halben Mond gemeint ist. Nachdem die Verkäuferin uns die halbmondförmigen Croissants oder für unsere schweizer Leser Gipfeli gezeigt hat, war alles klar.

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Als wir den Shop verlassen, gibt es noch eine kleine Aufregung. Eine Frau, die vorher zu Fuss gekommen ist, fiel beim Anstehen in Ohnmacht und das nicht wegen der Preise. Offenbar hat Ihr die Höhe zu schaffen gemacht, denn die Grenze ist auf 4200 Meter Meereshöhe. Ein anderer Gast holt kurzerhand eine Sauerstoffflasche aus seinem Auto und bald darauf fährt schon der Rettungswagen mit ihr von dannen..

Gleich im Anschluss an die Tankstelle kommt die Grenzstation. Wir müssen uns in einer Schlange einreihen, um überhaupt ins Niemandsland einfahren zu können. Um die Grenze nicht zu überfüllen, lassen die Zöllner nur gewisse Kontingente aufs Gelände.

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Wir warten nicht sehr lange und so können bei einem Vater-Sohn-Duo, die von Chile nach Argentinien unterwegs sind unsere restlichen Peso Argentinos in Chilenos tauschen 🙂 Vor uns stehen noch zwei Biker aus Argentinien in der Reihe. Sie haben zwar kleine Mopeds, aber dafür den perfekten Benzinkanister. Der wird sofort auf die Einkaufs-Wunschliste gesetzt, wenn wir wieder nach Argentinien kommen.

IMG_1995Das rote Teil ist der Kanister

Die Grenzformalitäten gingen recht reibungslos und einfach von statten. Die verschiedenen Schalter sind gut durchnummeriert und wir arbeiten uns von einem zum nächsten durch. Da wir zu zweit sind, haben wir uns aufgeteilt und können so schon am nächsten Schalter vorab anstehen und damit Wartezeit verkürzen. Das Konzept wird dann auch schnell von anderen Reisenden übernommen. Am Schluss gibt es noch eine Sichtkontrolle am Moped und wir werden wieder einmal nach Lebensmitteln gefragt und flüchtig durchsucht, bald darauf verlassen wir das Niemandsland in Richtung Chile. Bald heisst 1 Stunde 25 Minuten, was eine recht gute Zeit im Vergleich zu anderen Grenzen ist.

Jetzt führt unser Weg erstmal weiter durch die Berge und auch noch weiter nach oben. Oben war auch nochmal richtig hoch, an der höchste Stelle erreichen wir 4’830 Meter und sind fast so hoch wie in Peru. Danach geht es aber stetig bergab und die Landschaft ist eine einfach fantastisch. Auch das Wetter ist heute unser Freund und wir können doch einige sehr nette Bilder machen.

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So vergehen die verbleibenden 160 Kilometer bis San Pedro wie im Flug wir erreichen 2 Stunden später unserer Ziel. San Pedro de Atacama ist nicht besonders speziell und sehr touristisch. Der Ort liegt inmitten der Atacama Wüste und bietet neben vielen Souvenirshops und Restaurants auch etliche Möglichkeiten Ausflüge in die Wüste zu machen.

Wir gönnen uns ein Essen am Dorfplatz und durchstöbern ein wenig die Läden. Die Ausflüge interessieren uns eher weniger, da es durchweg Bustouren an Orte sind, die wir besser selbst besuchen können. Nachdem wir solange auf grossen Höhen und in der Kälte unterwegs waren, freuen wir uns aber mehr auf ein paar Tage Ruhe am Meer.

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Insgesamt 281 Kilometer in knapp 6 Stunden und das inklusive Grenze 🙂

Kanada total

In Kanada waren wir 18 Tage.

Der Yukon ist schier unendlich und auch wunderschön. Wir sind in Dawson City an der nördlichsten Grenze USA/Canada gestartet und über Vancouver Island bis nach Vancouver und weiter an die Grenze in die USA gefahren.

Auch in Kanada fanden wir neue Freunde und haben viele interessante Sachen gesehen. Mit der Fähre in der  Inside Passage war eines der vielen Highlights, aber auch die Orka Exkursion in Tofino bleibt unvergessen. Ein Plattfuss auf dem Alaska Highway war unsere erste Panne, aber auch die einzige Reifenpanne auf unserer ganzen Reise. Der Abschluss mit dem Canadaday in Vancouver war das richtige I-Tüpfelchen.

Insgesamt haben wir 4’448 Kilometer in Kanada zurückgelegt und dabei 4’200 Höhenmeter erklommen.

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Bolivia en todo

Wir waren nur 8 Tage in Bolivien, trotzdem haben wir sehr viel erlebt.

Die Dakar in La Paz und der Ausflug in die Salzwüste von Uyuni waren sicherlich die Highlights unseres Besuches. Aber auch die Fahrt von Uyuni nach Tupiza werden wir so schnell nicht vergessen.

Insgesamt sind wir 1060 Kilometer in Bolivien gefahren und haben dabei rund 8’600 Höhenmeter bergan und 9’000 Meter bergab gemacht.

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Tag 226 – auf nach Argentinien (gerade noch so bis Susque)

Heute verlassen wir Bolivien und fahren nach Argentinien.

Die Landschaft bleibt anfangs noch wie im „Wilden Westen“, wird dann aber zunehmend flacher. Auch die Strasse ist in annehmbaren Zustand, so schaffen wir die 90 Kilometer bis zur Grenze in Villazon in knapp eineinhalb Stunden.

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Argentinien scheint recht beliebt bei den Bolivianern, denn die Grenze ist übervölkert mit Menschen. In gewohnter Manier fahren wir an der Autoschlange vorbei, damit wir direkt an der Grenze im Schatten parken können. Das mögen die Zöllner gar nicht und wir werden gleich wieder nach hinten geschickt. Gut ganz nach hinten dann doch nicht, ich finde einen Platz hinter einem Bus aber leider in der prallen Sonne. Ulli steht derweil schon mal für die Personenausreise an. Es gibt nur einen Schalter für über hundert Personen, die die Grenze überqueren wollen.

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Nachdem wir schlussendlich alle Formalitäten erledigt haben, müssen wir auch noch zur Gepäckkontrolle. Das erste Mal in unserer ganzen Reise müssen wir alles abpacken und durch einen mobilen Röntgenapparat schieben. Das war keine Schikane uns gegenüber, jeder musste sein Gepäck röntgen lassen. Nach insgesamt 2:45 Minuten können wir weiterfahren. Viva Argentina!

Im nächsten Ort gönnen wir uns erstmal eine Sandwich an einem Busbahnhof und können beim Bezahlen auch unsere restlichen Bolivianos in Argentinische Pesos tauschen.

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So gestärkt machen wir uns auf den Weg Argentinien zu erkunden und vor allem bis nach Susques unserem Tagesziel zu kommen.

Nach einigen Kilometern asphaltierter Landstrasse auf der Routa 9 biegt unser Weg vor Abra Pampa auf die Routa Provincial 11 ab. Aus ist es mit dem Asphalt und vor uns liegen noch 150 Kilometer harte Piste. Wir fahren mitten auf einsamsten Wegen durch die Pampa und die Fahrbahn wechselt zwischen harten Wellblechstrecken und tiefen Schotter und Sand.

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Gedenkstätten am Wegesrand

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Vor allem die weichen Bereiche sind eine rechte Herausforderung für uns beide. Die meiste Zeit fahre ich im stehen der besseren Balance und Sicht wegen, dafür weiss Ulli nicht Ansatzweise was kommt, da sie nichts sehen kann. Wir kommen immer wieder ins schwimmen, das heisst bei 80 bis 100 kmh fängt das Motorrad an zur Seite zu gleiten, das kann man am besten mit noch mehr Gas korrigieren, aber auch nicht immer.

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So kämpfen wir uns durch die schöne aber auch sehr einsame Gegend. Besorgt betrachte ich auch die Tankanzeige, da wir seit unserer Abfahrt noch keine Tankstelle gesehen haben. Zum Glück haben wir noch ein paar Liter in den Reservekanistern dabei. Irgendwann müssen wir ein weiteres mal abbiegen und kommen von der Piste auf kleinen feldwegartigen Strassen wieder in eine Bergregion.

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Die Strecke ist fantastisch oder wäre es, wenn es ein bisschen früher am Tag und wir noch etwas mehr Reichweite hätten. Auch die Sandstrecken werden länger, aber wir schaffen auch diese ohne Sturz oder Umfaller. Nach ewiger Zeit kommen wir zu einem kleinen Dorf, das uns zumindest das Gefühl gibt nicht komplett falsch gefahren zu sein. Wenn alle Stricke reissen finden wir hier wahrscheinlich auch einen Platz zum schlafen oder etwas Benzin aus einem Kanister. Aber Susques ist nicht mehr so weit also fahren wir erst einmal weiter. Die letzten 25 Kilometer können wir sogar wieder auf Asphalt fahren. Die Routa 52 ist in halbwegs vernünftigen Zustand und bringt uns nach Susques zu unserer Unterkunft.

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Die Posada El Unquillar ist überraschend nett eingerichtet und bietet auch ein Abendessen für kleines Geld an.

Heute sind wir 305 Kilometer mit einer Tankfüllung gefahren, bei unserem Gewicht und auf dieser Strecke ziemlich gut für die KTM. Im El Unquillar erfahren wir das die Tankstelle die wir einen Kilometer nach der Posada anvisiert hatten, kein Benzin hat und geschlossen ist. Aber im Ort Susques, wir sind etwas ausserhalb, gibt es wohl noch Sprit.

Wir haben auch einen Verlust zu beklagen. Unser treuer Reisegefährte das Brett aus Kanada, das uns treu beim Aufbocken geholfen hat ist in der Mitte durchgebrochen. Ein harter Schlag für uns, aber wir hoffen, dass der Rest noch bis zum Ende durchhält.

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Wir selbst halten nicht mehr lange durch und gehen zeitig ins Bett um dann bald erschöpft einzuschlafen.

Tag 225 – Butch Cassidy in Tupiza

Vor zwei Abenden haben wir Joe aus den USA getroffen, der auch mit der gleichen Maschine unterwegs ist wie wir. Er wollte auch Tupiza fahren, aber wegen des vielen Schlamms und seinen schlechten Reifen musste er wieder umgedrehen.

Es ist früh am morgen und es regnet noch ein wenig. Also perfekte Bedingungen für uns, um ebenfalls nach Tupiza aufzubrechen ;-).

Unser Problem ist, dass wir wieder zurück an den Titicacasee müssen, wenn diese Fahrt nicht machbar ist, um dann von Peru direkt nach Chile zu fahren. Das wäre ein riesiger Umweg …. Unser Plan ist es jedoch von Bolivien über Argentinien nach Peru zu kommen.

Unsere Vermieterin muntert uns auf, laut ihr soll es den ganzen Tag schönes Wetter geben und der Regen bald aufhören :-). Na denn …

Tatsächlich, kaum habe ich Berta zum Hotel gebracht, hört der Regen auf und die Sonne lässt sich blicken. Also brechen wir hoffnungsvoll auf und vertrauen auf unser Glück.

Die ersten 40 Kilometer sind sehr einfach, da die Strasse neu gemacht wurde. Dann kommt eine Baustelle und wir stossen auf den alten Teil, die alte nicht asphaltierte Strecke. Auch hier kann man noch gut fahren 🙂 … bis wir dann an einen Fluss kommen, der über die Strasse führt.

Noch dazu ist die Abfahrt recht schlammig, um überhaupt bis ans Wasser zu kommen.

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Wir steigen ab und erkunden den Fluss zu Fuss. Die Furt, die darüber scheint nicht zu tief zu sein, also beschliessen wir die Herausforderung anzunehmen. Ulli wartet auf der anderen Seite um Erfolg oder Scheitern gebührend zu dokumentieren. Die Abfahrt bis zum Wasser mache ich noch recht vorsichtig, dann gibt es nur Gas und Hoffnung.

Es geht besser als gedacht, kurz vor dem anderen Ufer donnere ich zwar noch in eine tiefere Stelle, aber Masse schiebt und so komme ich heil durch und mit Schwung auch auf der anderen Seite hinauf.

Weiter geht es in Ungewisse. Die Strecke bleibt ohne Asphalt, dafür kommen immer wieder Passagen mit tiefem Schotter oder Sand und zum Teil leider auch fast ganz flüssigen Schlamm.

Aber wir schlagen uns gut. Oft fahren wir an Baustellen vorbei, wo die neue Strasse gebaut wird. In ein bis zwei Jahren sollen die Arbeiten hier beendet sein und nichts mehr an die Herausforderungen der Strecke von heute erinnern. Noch haben wir es aber nicht geschafft.

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Für die, die den Weg  nicht geschafft haben.

An einer Stelle werden wir schon auf den Untergrund der neuen Strasse geführt. Aber anstatt Asphalt ist der Belag eine 10 cm tiefe Schlammschicht. Mit unserem Gesamtgewicht von knapp 600 kg, eine echt harte Nummer. Eine Zeit lang geht es gut, aber nicht weit von ein paar Bauarbeitern entfernt, zieht es uns Berta unter dem Hinterteil weg und wir liegen im Dreck. Und das trotz Schritttempos oder vielleicht deswegen?

Die Bauarbeiter haben Ihren Spass, aber keiner bewegt sich uns zu helfen. Brauchen wir auch nicht, mit Moped hochwuchten haben wir ja schon ein wenig Erfahrung. Weiter geht es und zum Glück wandelt der Schlamm sich wieder in trockene Erde.

Auch die Landschaft ändert sich und wir sehen Berge in allen möglichen Farben und Formen. Wenn es nicht immer mal wieder Schlamm hätte, wär dies die absolute Traumstrasse.

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Auf halber Strecke machen wir eine Pause und verzehren unsere mitgenommenen Sandwiches. Kaum sitzen wir am Strassenrand kommt uns ein Franzose auf seiner 1200er Tenere entgegen.

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Wie üblich bei solchen Begegnungen in der Wildnis hält er an und wir unterhalten uns ein wenig. Leider spricht er kein Englisch so bleibt der kleinste gemeinsame Nenner, spanisch. Auch wenn ich immer noch kein Held der Sprache bin, können wir uns doch ganz gut verständigen.

Er kommt von Tupiza, unserem heutigen Ziel und weiss, dass die Strasse zwar kaum asphaltiert aber durchaus fahrbar ist.. Auch ein Blick auf sein Moped zeigt uns, dass er deutlich weniger Dreck hat wie wir, was uns hoffen lässt, dass der schlimmste Teil vorbei ist :-).

Tatsächlich ist es auch so. Wir finden sogar ein wenig Asphalt der Grossteil bleibt jedoch Schotterstrassen, aber nur noch mit sehr wenig Schlamm. Die Landschaft ändert sich noch weiter und erinnert zum Teil an den Wilden Westen der USA.

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Das haben auch schon andere vor uns festgestellt, sind doch einige Western in Bolivien und nicht in den Staaten gedreht worden.

Nach 210 Kilometer und 7 Stunden Fahrt haben wir es dann geschafft und kommen in Tupiza an. Unsere Unterkunft heisst Butch Cassidy, wenn wundert’s bei dieser Gegend.

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erschöpft, dreckig aber heil angekommen 🙂

Tag 224 – Grande Malheur in der Wüste

 

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Heute geht es in die Salzwüste, der Salar de Uyuni. Wüsten sind trocken und menschenleer. So die übliche Beschreibung.

Unserer Pensionswirtin warnt uns ebenfalls davor, dass wir uns verirren könnten und gibt uns den Rat den Jeeps hinterherzufahren, die 99,9% aller Besucher durch die Wüste chauffieren.

Damit unsere Reise hier nicht abrupt endet, wollen wir Ihrem Rat folgen. Vorher wollen wir noch den Eisenbahnfriedhof von Uyuni besuchen, der ebenfalls in der Jeeptour enthalten ist. Der ist nicht weit vom Städtchen entfernt und wir erreichen ihn schon nach wenigen Minuten.

Hier wurden alle möglichen alten Lokomotiven abgestellt und zum Tod durch Verrosten verurteilt. Allerdings sind die Teile sehr massiv und so wird das Verrosten wohl noch einige hundert Jahre andauern. Wir schlendern über das Gelände und bewundern die alten Stahlrosse und nach und nach kommen immer mehr Jeeps mit Touristen und füllen den Platz.

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Wir treffen auch einige deutsche und österreichische Touristen und sprechen mit Ihnen. Berta gehört neben den vielen Lokomotiven natürlich auch zum begehrten Fotoobjekt vieler.

Nachdem wir die alten Lokis genügend erkundet und fotografiert haben, machen wir uns auf dem Weg zur Salzwüste. Vielleicht noch ein Wort zum Wetter. Die Sonne scheint und alles ist prima :-), aber in der letzten Nacht und auch in den Tagen zuvor hat es heftig geregnet (wir erinnern uns -> Regenzeit in Bolivien 😉 ) und entsprechend riesig sind auch die Pfützen in Uyuni, die wir durchqueren müssen.

Wir fahren auf der Hauptstrasse rund 25 Kilometer und biegen dann Richtung Wüste ab. Der Weg ist nicht mehr asphaltiert, aber immer noch vernünftig befahrbar. Wir passieren einige Souvenirbuden in dem kleinen Ort und dann stehen wir auch schon am Anfang der Salar de Uyuni. Nur ist sie nicht trocken sondern überflutet und wir stehen am Rande eines Sees. So erscheint es uns zumindest :-). Auf jeden Fall sieht es cool aus, da der Himmel sich komplett im Wasser spiegelt.

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Ausserdem ist das Wasser nicht sonderlich tief, höchsten 10 – 30 Zentimeter. Ok, die Mopedstiefel sind wasserfest, also versuchen wir ein paar Schritte im Wasser. Der Untergrund erscheint fest und stabil.

Nachdem ich dann auch noch ein PKW vorsichtig an uns vorbei in das Wasser fährt und nicht versinkt, steht mein Entschluss fest und ich versuche es auch. Ulli ist eher noch skeptisch und so fahre ich erst mal eine kleine Runde alleine. Ein komisches Gefühl ist es schon auf einer riesigen Wasserfläche zu fahren. Ich fahre ca. 30 – 40 Meter in den ‚See‘ hinein, drehe dann aber wieder um. Schon kommen die ersten Jeeps und fahren langsam ins Wasser und verfolgen eine unsichtbare Strasse.

Nach ein paar Diskussionen einigen wir uns, etwas weiter in die Wüste einzufahren, aber immer in der Nähe der Autos zu bleiben. So fahren wir knapp einen Kilometer bis zu einem Punkt an dem einige Fahrzeuge stehen und die Leute Bilder machen.

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Die Gelegenhiet nutzen wir natürlich auch und fotografieren die surreale Landschaft. Durch die Weite und die Gleichheit von Himmel und Boden gehen sämtliche Perspektiven verloren.

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Zum Abschluss will ich noch eine kleine extra Runde alleine machen, um Ulli die Möglichkeit für ein paar Heldenfotos zu geben. So drehe ich mit stolz gerecktem Hals meine Runde, es schauen ja auch einige Touristen zu.

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Plötzlich bricht das Moped vorne eine und ich stecke in einem Loch. So ein Mist, zum Glück hat mich Berta nicht auch noch vorne über abgeworfen.

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Jetzt stehe ich da und kriege unsere KTM nicht alleine aus dem Loch, schlimmer noch ich habe das Gefühl, sie sinkt immer tiefer ein. Ich sehe unsere treue Reisegefährtin schon vollends verschwinden.

Derweil versucht Ulli mit allen Tricks die Jeepfahrer zu motivieren mir zu helfen. Die sind nur mässig begeistert, da sie sich nicht die Füsse nass machen wollen. Ein junges Urlauberpaar kommt jedoch sofort um dem gestrauchelten Helden zu helfen. Nach und nach kommen dann auch noch ein paar Fahrer, von Ulli fast zur Einbruchstelle geprügelt.
Mit vereinten Kräften bekommen wir dann Berta wieder befreit.

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Ulli erklärt mir, dass sie mich schon zuvor auf das Loch hingewiesen habe aber ich wohl wieder einmal nicht richtig zugehört habe.

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Egal wie, wir haben Schweineglück gehabt dass nicht mehr passiert ist.
Ausserdem hat es ein paar gute Bilder gegeben :-). Vorsichtig fahren wir wieder aus der Wüsste hinaus und achten darauf, genau dem gleich Weg zu nehmen auf dem wir eingefahren sind … Navi sei Dank geht das anhand der Trackingfunktion recht gut.

Jeder Mopedfahrer wird jetzt natürlich sagen, wie kann man nur mit seinem teurem Gefährt in Salzwasser rumfahren, da geht ja alles kaputt.

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Stimmt genau, wenn man es nicht gleich sauber macht. Daher haben wir auch schon vorher nach einer Waschmöglichkeit Ausschau gehalten, um Berta wieder salzfrei zu bekommen. Natürlich keine Waschstrasse wie bei uns, aber ein guter Platz wo wir mit Seifenlauge und Wasser alles wieder sauber bekommen.

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Nebst dem Moped machen wir auch gleich unsere Stiefel und die Hosen sauber. So gereinigt fahren wir wieder zurück nach Uyuni und bereiten uns für den nächsten Tag vor.

Tag 223 – Oruro nach Uyuni

Früh am morgen geht das Treppensteigen wieder los. 4 Stockwerke nach unten zum Frühstücken direkt neben Berta. Danach noch zweimal hoch und runter um unser Gepäck auch nach unten zu schaffen.

Dann fahren wir weiter nach Uyuni, aufgetankt haben wir sicherheitshalber schon am Vorabend :-). Tanken in Bolivien ist nicht so einfach, denn es gibt zwei Tarife, einen für Bolivianer und einen für Extranjeros (Ausländer). Der Touri-Preis kostet ca. 2,5 mal soviel wie  der für Einheimische und läuft über ein Computersystem in dem die Passnummer des Tankenden eingetragen wird. Leider haben nicht alle Tankstellen das Ausländersystem, so ist es immer ein kleines Glücksspiel, ob man überhaupt Benzin bekommt.

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Wir haben Glück und können mit vollem Tank starten!

Die Landschaft, die an uns vorbeizieht ist grösstenteils langweilig. An einer Stelle ändert sie sich aber doch und bietet eine gute Möglichkeit für schöne Bilder und einer kurzen Rast am Wegesrand.
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Gestärkt nach der Rast geht es weiter und bald darauf ändert sich das Wetter und wir haben sogar ein wenig Schnee auf der Fahrbahn.

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Aber auch das kann uns nicht aufhalten und so erreichen wir nach 320 Kilometer, und fast 8 Stunden Fahrt Uyuni.

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Das Wetter ist nach wie vor bescheiden, aber wir haben wenigstens ein vernünftiges Hotel. Eine sichere Parkmöglichkeit gibt es hier leider nicht. So machen wir uns auf die Suche und finden schlussendlich einen Platz im Hof eines Hostals nur 1,5 Kilometer von unserer Unterkunft entfernt.

Uyuni steht noch voll im Zeichen der Dakar, die vor wenigen Tagen hier Station machte. Überall sieht man Hinweise auf die Rallye, die auch schon in den Jahren zuvor hier Station machte.

Die Hauptattraktion ist aber der Salzsee resp. die Salzwüste nicht weit von Uyuni. Dort wollen wir morgen hin 🙂 Hoffentlich wird nur das Wetter ein wenig besser.

Tag 222 – La Paz nach Oruro / Irrfahrten durch eine Grossstadt

Nach den aufregenden letzten zwei Tagen wird es Zeit La Paz wieder zu verlassen. Zuerst wollen wir noch die in Bolivien notwendige Versicherung abschliessen. Nachdem Berta beladen ist, machen wir uns auf den Weg zur Versicherung, die nicht weit vom Hotel ist.

Ulli spring schnell rein um die Formalitäten zu erledigen, aber obwohl es schon nach 9:00 Uhr ist, ist noch alles verschlossen. Also gut dann zum zweiten Ziel, einem Laden mit Mopedzubehör, wo ich eine Regenhose kaufen will, da ich ja zuletzt regelmässig an der unangenehmsten Stelle nass geworden bin.

Aber auch hier haben wir Pech, es gibt alles nur keine Kleidung. Na dann eben nicht. Wir fahren nochmal zur Versicherung, aber dort ist noch immer niemand. Ein Wachmann erklärt Ulli, dass der Versicherungsmensch nur unregelmässig kommt und wahrscheinlich noch keine Plakette für 2017 hat.

Bevor wir noch lange weitersuchen vertagen wir das Thema und wollen losfahren. Irgendwie spinnt aber das Navi wieder und zeigt die Route nur noch als Luftlinie an was in einem Moloch wie in La Paz ein Ding der Unmöglichkeit ist. Wir versuchen alles Mögliche, aber die Route funktioniert nicht.

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Auch die Einheimischen können uns nicht weiterhelfen.

Also nehmen wir die Bundesstrasse kurz hinter La Paz als Ziel, um wenigstens aus der Stadt raus zukommen. Irgendwie schaffen wir es über steilste Strassen und sind nach fast einer Stunde endlich raus der Stadt und sehen erste Schilder nach Oruro.

Es geht nicht lange und die Weiterfahrt ist gesperrt. Wir machen einen mühsamen Umweg, da wir glauben, dass da eine Baustelle ist. Aber nachdem wir unsere Umfahrung beendet haben und wieder auf der richtigen Strasse sind, ist die Weiterfahrt immer noch versperrt und noch viel schlimmer alle 10 Meter steht ein Polizist.

Wir stehen auf einer Parallelstrasse und können die freie Hauptstrasse sehen, die nur durch einen Grünstreifen von uns getrennt ist. Einer der Polizisten erklärt uns, dass die Strasse für den Versorgungstross der Dakar gesperrt ist und in zwei Stunden wieder frei gegeben wird. So lange wollen wir aber nicht warten.

Wir fahren noch ein Stück auf der Parallelstrasse, halten an und tunen Berta in eine Dakar Maschine um. Zum Glück haben wir gestern ein paar Aufkleber am Souvenirstand der Dakar gekauft. Diese werden flux auf den Tank geklebt und schon sind wir fertig.

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Das Moped ist schon länger mit viel Schlamm beschmiert so passt das hervorragend.

Wir warten auf den nächsten LKW, fahren schnell noch über den Grünstreifen und dann sind wir wieder auf der Hauptstrasse mitten im Dakar Tross. Die Polizei sieht uns, aber sagt nichts da sie glauben wir gehören dazu.

Die Strasse ist gesäumt von vielen Schaulustigen, die uns zuwinken und fotografieren als wir vorbeifahren. Wir winken natürlich jovial zurück und fühlen uns wie die Rallyekönige.

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Einige Kilometer fahren wir brav hinter einem Husqvarna Truck hinterher, bis wir überholen und die freie Strecke geniessen können. Es gibt noch ein paar Polizeikontrollen aber wir werden immer sofort durch gewunken, wir gehören ja dazu :-).

Nach 230 Kilometern sind wir dann endlich in Oruro angekommen und wissen jetzt auch warum das Navi blöd getan hat. Die installierten Karten haben die Gegend hinter La Paz nicht mehr abgedeckt. Das heisst in Oruro mussten wir uns Pi mal Auge durch die Stadt navigieren bis wir dann eine Unterkunft gefunden hatten. Zum Glück haben ich wir Koordinaten von zwei Hotels gespeichert, sodass wir einen groben Anhaltspunkt hatten. Beim zweiten Ziel sind wir dann auch fündig geworden nach dem das erste Hotel unverschämte 80 Dollar haben wollte. Jetzt haben wir eine Unterkunft für nur 15 Dollar und konnten Berta durch einen engen Flur in einem Nebenzimmer parken.

Aufzüge hat es leider keine, so müssen wir unser Gepäck über die Treppen in den 4. Stock schleppen. Auf einer Höhe von immer noch über 3700 Meter ist das ziemlich schweisstreibend. Direkt nebenan gibt es eine Parilla, so etwas wie eine Grillstube. Die Küche besteht aus einem grossen Grill, der draussen vor dem Lokal an der Strasse steht. Die Steaks sind riesig und extrem lecker. Man merkt irgendwie das wir Richtung Argentinien unterwegs sind. Nur mit dem Wein hapert es noch, dafür gibt es aber gutes Bier in ein Liter Flaschen.

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Tag 221 – La Paz / Dakar Fahrerlager

Die Telefonkarte für Lyndon zu besorgen ist schliesslich schwieriger als gedacht, aber zumindest Kakaobutter für die Lippen können wir auftreiben.

Anschliessend machen wir uns auf den Weg zum Fahrerlager, das am tiefsten Punkt der Stadt in einer Militärbasis aufgebaut ist. Mit Berta kommen wir auch gut bis dorthin und da wir auch im Offroadlook mit unserer KTM sind, passieren wir auch die Polizeisperren die den Verkehr regeln.

Wir schaffen es durch alle Strassensperren bis zum Eingang des Fahrerlagers nur rein dürfen wir nicht.

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Damit sind wir schon deutlich weiter gekommen als das gemeine Volk, das die Strasse nicht mal überqueren darf. 🙂

Die Securities am Eingang zum Lager verweisen uns auf ein Sonnenzelt am Gelände des Lagers direkt am Zaun, wo die Eintrittsbänder verteilt werden. Dort fragen wir brav nach Einlass, aber da wir nicht auf der Gästeliste stehen, ist das nicht so einfach möglich.

Gegenüber des Fahrerlagers gibt es einige Stände und Buden und einen Mobilfunk-Stand. Also tigere ich erst einmal dorthin während Ulli schon mal die Verhandlungen für unseren Einlass aufnimmt. Nach kurzen erfolgreichen Diskussionen und kann ich zumindest die Wertkarten für Lyndon mit genügend Guthaben kaufen, damit er seine Filme von der Dakar hochladen kann. Jetzt müssen wir nur noch reinkommen.

Ulli hat auch schon Neuigkeiten. Der Dakar-Offizielle hat verstanden, dass Lyndon auf uns wartet und vorgeschlagen, dass wir ihn anrufen und Lyndon uns holen kommt. Dann kann er uns einlassen. Soweit so gut … wir haben aber nur den Facebook-Messenger, keine Telefonnummer. Zum Glück geht die Konversation auf Englisch deutlich leichter :-). Wir erklären, dass wir wichtige Teile für Lyndon haben ihn aber nicht anrufen können. Kein WLAN weit und breit usw. usw. Die Eintrittsausweise sind jedoch streng limitiert.

Schliesslich finden einen Kompromiss 🙂 Einer darf rein und wenn Lyndon zum Eingang vor kommt, bekommen wir auch die zweite Karte. Immerhin ein Teilerfolg! Also mache ich mich auf den Weg zu Lyndon. Allerdings ist das Lager riesig und es gibt keine Übersicht, wer wo ist. Ich laufe gefühlte 10 Kilometer an mobile Werkstätten und Fahrzeugen aller Art die an der Rally teilnehmen vorbei. Sogar sieben Hubschrauber stehen auf einem Fussballfeld.

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Nur Lyndon finde ich nicht. Am Ende sehe ich zumindest die Rennleitung und frage dort nach ihm. Ein freundlicher Brite fragt mich, ob ich derjenige bin der die Telefonkarte bringt und weiss auch wo Lyndon zu finden ist. Hinter einem grossen Schuppen versteckt, liegt das Male Moto Lager und da ist auch Lyndon.

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Er erkennt mich noch von gestern, als ich ihm zugerufen hatte. Ich erkläre ihm, dass Ulli noch vor der Tür wartet und er nach vorne muss, damit sie reinkommen kann. Obwohl er mitten im Schrauben ist, sagt er kein Problem. Ich soll schon voraus laufen und er kommt gleich auf einem kleinen Moped nach, da er auch noch Ersatzteile von KTM braucht.

Die Male Moto Klasse innerhalb der Dakar ist sehr speziell, denn diese Teilnehmer müssen alles alleine machen und dürfen keinerlei Hilfe von Dritten annehmen. Am Eingang gibt es trotzdem noch einige Diskussionen bis Ulli auch endlich Einlass bekommt. Aber dann sind wir beide drinnen 🙂 :-).

Ulli konfiguriert die Telefonkarte und macht Lyndon’s Telefon fit für den Upload. Lyndon muss noch einiges an seiner 450 KTM Rallye schrauben und wir wollen ihn nicht von der Arbeit abhalten. Also erkunden wir das Lager.

Es ist schon sehr beeindruckend, das alles so hautnah zu erleben. Da der Publikumsverkehr fehlt, sind alle entspannt und freundlich. Wir sehen die Peugeots von Peterhansel und Loeb genauso wie das KTM Werksteam.

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Am Nachmittag regnet es wieder wie Hölle aber zum Glück sind wir richtig angezogen. In einer Halle gibt es kostenlose Cocktails und Essen von einem Quinoa Produkte Anbieter (Royal Quinoa). Alles sehr, sehr lecker und vor allem kostenlos.

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Wir bekommen sogar noch ein paar Geschenke mit auf den Weg. Nachdem wir so ziemlich alles im Fahrerlager gesehen haben und uns zum Teil auch durch tiefen Schlamm gewühlt haben, kaufen wir zum Abschluss noch ein paar Fan Artikel als Erinnerung.
Wir verabschieden uns von Lyndon und wünschen ihm viel Glück für das weitere Rennen.

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Er beendet die Rallye als zweiter in der Malle Moto Klasse und als 39 in der Motorradgesamtwertung.

Wir machen uns auf den Rückweg ins Hotel und kommen noch halbwegs trocken an. Eigentlich wollten wir heute noch das ehemalig höchste Skigebiet der Welt besuchen, das auf 5’200m Höhe liegt und sogar eine Hütte vom Österreichischen Alpenverein hat. Aber das Wetter schreckt uns ab in diese Höhen auf unbefestigten Wegen vorzudringen.

Auch einen Abstecher zur Strasse des Todes, die nicht weit von La Paz entfernt ist lassen wir sein. So hatten wir aber einen zwar ungefährlicheren aber bestimmt genauso spektakulären Tag in Fahrerlager der Dakar.